14
Aug/09
0

TF2: Klassenloses Update da, erste Eindrücke

King of the Hill: Spam, Spam, Spam, Spam, ...

Mit der Geschwindigkeit eines Scouts hat Valve zwei Tage nach der Ankündigung das neue Team Fortress 2-Update auf die Öffentlichkeit losgelassen. Ohne den Valve-typischen Twist (man erinnere sich an den Spy vs. Sniper-Patch) erscheinen die Verbesserungen etwas unspektakulär. Unter der Haube steckt jedoch auch diesmal so einiges und beweist, dass TF2 mittlerweile einer der glänzendsten Sterne am Multiplayerhimmel ist. Eindrücke des neuen Spielmodus und der Verbesserungen hinter dem Umbruch.

Der neue King of the Hill-Modus war ein offenes Geheimnis und hält mit eineinhalb frischen Karten seinen Einzug in die TF2-Welt. Viaduct ist eine komplett neugestaltete Map im alpinen Schneelook, außerdem gibt's eine veränderte Version der Arenakarte Sawmill. Das Spielprinzip ist das wahrscheinlich simpelste unter den mittlerweile sechs verschiedenen Modi. In der Mitte der Karte befindet sich ein einsamer Kontrollpunkt, der insgesamt drei Minuten lang gehalten werden muss. Entsprechend linear spielt sich das Ganze leider auch. Selbst gehirntote Leute, für die "Taktik" im Vokabular keinen festen Platz hat, können ihre Eingabegeräte durch Dauerfeuer einem Stresstest unterziehen und erfolgreich Punkte hamstern. Schade, denn das einzigartige Zusammenspiel der Klassen weicht, ähnlich wie auf den Payload-Maps, einem dumpfen Spamfest. Für Freunde des Baller-Quickies zwischendurch ist das sicherlich erfreulich, wer das Publicgedaddel eh schon für eine überflüssige Nonstop-Schieß-auf-alles-was-nicht-deine-Farbe-hat-Orgie hält, wird den King of the Hill-Modus meiden wie der Quaker das Counterstrike.

cp_yukonDeutlich spaßiger spielt sich da schon die neue Control Point-Karte Yukon. Und erneut zieht man einen der 18 neuen Hüte vor Valve, denn die Einbindung von Maps aus der Community ist ein exzellenter Zug, um diese hochwertigen Karten auch der breiten Masse zugänglich zu machen. Kurzum: Yukon verdient den Platz in der Maprotation und spielt sich höchst angenehm.

Doch all das ist nur das Sahnehäubchen, denn neben den offensichtlichen Neuerungen hält das Changelog zig Detailänderungen parat, die das Spielgefühl einiger Klassen nochmal verbessern. der Sapper des Spys wird nun gleichzeitig an Eingang und Ausgang des Teleporters angebracht, dafür kann der Engineer beide auch an einem der Teile entschärfen. Der Sandman ebenso wie die Force-a-Nature werden sinnvoll verändert und auf CTF-Karten erhält das Team, das ein Köfferchen nach Hause bringt für 10 Sekunden einen vernichtenden Critboost. Auch in der Abteilung "herrlich sinnlose Comicmomente" hat sich etwas getan: das Verliererteam hebt nach Rundenende aufgebend die Hände hoch, was die Jagd auf die Überbleibsel der Unterlegenen noch unterhaltsamer macht.

Ein verkapptes Soldier-Update wäre sicherlich schön gewesen. Da Valve die Frequenz der zahlreichen Patches aber weiterhin in rekordverdächtiger Höhe hält, bleibt wenig Grund zum Meckern, auch wenn die eine oder andere Änderung wieder mehr Staub im Steamforum aufwirbeln wird, als auf allen Abschnitten von Dustbowl zusammen rumweht. Dass der neue Hügelmodus wenig innovativ ist, hinterlässt zwar einen schalen Beigeschmack, dank Yukon und der neuen CTF-Version von Sawmill (ja, das gute Stück wird auch dafür ein weiteres Mal recycelt) ist trotzdem für jeden Geschmack das richtige dabei.

Chapeau, Valve!

Kommentare (0) Trackbacks (0)

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Kommentar schreiben


Noch keine Trackbacks.