Aug/090
Angespielt: Kosmos der Osmose

Manche Menschen schwören auf absurd aussehende Yoga-Praktiken, um sich zu entspannen. Andere wiederum bevorzugen einlullendes Klaviergeklimper. Wir Spieler bekommen jetzt ein Destillat aus all diesen Entspannungstechniken: Hemisphere Games' Osmos erscheint am 18.8. (und damit schon morgen) bei Steam.
Auf den ersten Blick meint man, sich in einem Bildschirmschoner verlaufen zu haben. Danach denkt man unwillkürlich an die erste Evolutionsphase aus Spore und kommt der Wahrheit damit sogar verdammt nahe. Osmos lässt sich in einem Satz beschreiben: Friss Zellen, die kleiner sind als du, vermeide solche, die größer sind als du. Eigenbewegung wird Asteroids-ähnlich durch kurze Antriebsschübe umgesetzt. Jeder Schub kostet dabei einen kleinen Teil der eigenen Masse, sodass man auf dem Weg zur Beute auch schnell einmal selbst zum Gejagten werden kann, wenn man sich in einem Einzeller-Ferrari wähnt und bis zum Anschlag beschleunigt.
Was jetzt hektisch klingt, ist im Spiel aber das genaue Gegenteil. Behäbig-zäh wabern die Zellblasen durch eine Ursuppe, dazu perlt ein beruhigender Ambient-Soundtrack aus den Boxen. Osmos packt den Spieler in Watte ein und möchte primär auch nichts anderes erreichen als eben dieses wohlige Gefühl der Entspannung. Jeder Level stellt einen zwar vor eine Aufgabe, in der Demo-Version stellte einen jedoch keine davon vor eine ernsthafte Herausforderung. Das mag nicht jedermann gefallen und wem alles andere als Quake zu langsam ist, wird in Osmos maximal einen Valium-Ersatz finden. Alle anderen können sich durchaus einmal die Demo anschauen oder den Trailer, der sich schüchtern hinter dem Umbruch versteckt.
Osmos wird voraussichtlich um die 10 Euro kosten und 47 Level enthalten, die jeweils zufällig mit Zellplasma befüllt werden. Für alle, die ohne Achievements nicht mehr leben können, gibt es ebenfalls mehr als genug dieser Errungenschaften.
Ach ja, der Trailer:


