Okt/090
Modern Warfare 2: keine Dedicated Server und Mods?
Wer sich am vergangenen Wochenende nicht gerade abseits jeglicher Internetverbindung in Honolulu aufgehalten hat, dem wird der kollektive Aufschrei der PC-Spieler-Gemeinde nicht entgangen sein. Grund dafür war Robert Bowling, Community Manager von Infinity Ward, der im BASHandSlash-Podcast einfach mal frech verkündete, dass Modern Warfare 2 auch auf dem PC komplett den eigens entwickelten Matchmaking-Dienst IWNet im Verbund mit Steam benutzt und es deshalb keine dedizierten CoD-Server mehr geben wird und auch keine herkömmliche Serverliste. Im Wortlaut sagte Bowling:
[...] Wir bauen komplett auf IWNet und es gibt keine Dedicated Server oder Serverlisten. Also ist man für seine Matches komplett auf IWNet angewiesen.
Nun ist das an sich nichts Neues. Sowohl F.E.A.R. 2 wie auch das taufrische Operation Flashpoint: Dragon Rising sind Spiele, die keinerlei Dedicated Server-Unterstützung mitbringen. Allerdings mit der Konsequenz, dass die Titel ihre treue Multiplayer-Kundschaft und damit auch ihre Langlebigkeit verlieren. Jetzt sollte man Bowlings Aussage sicher mit Vorsicht genießen, weil der Knabe im Interview relativ wenig Technikverstand durchscheinen ließ und vielleicht einfach nur irgendwelchen Unsinn dahergeplappert hat. Aber wundern würde es einen nicht, wenn die Konsolifizierung auch hier auf unsere Heimcomputer übergreift. Für Call of Duty: Modern Warfare 2 würde es bedeuten, dass ein völlig überteuertes Spiel mit einem fragwürdig kurzen Singleplayer-Teil auch nur noch einen verkrüppelten Multiplayer-Part enthält, denn: Keine dedizierten Server und Matchmaking heißt, dass man mit zusammengewürfelten Leuten auf einem nicht frei wählbaren Server spielen muss und - auch nicht zu vergessen - dass Mods nicht online spielbar sein werden. Wer das durch einen Kauf unterstützt, ist selber schuld.


