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Okt/09
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Robert Bowling und die Schadensbegrenzung

Modern Warfare 2: Community-Management im BlindflugRobert Bowling kann einem schon ein bißchen leid tun. Da hat der arme Tropf vor ein paar Tagen leichtsinnigerweise in einem Podcast die sich nun tatsächlich als wahr herausstellenden Pläne für den Umgang mit Multiplayerspielen in Call of Duty: Modern Warfare 2 enthüllt und musste anschließend zusehen, wie eine Flutwelle des Protestes über seinem Kopf hereinbrach. "Community Manager ist ein undankbarer Beruf", mag er sich denken, hat aber trotzdem in seinem privaten Blog einen langen Text publiziert, der alles erklären und ins rechte Licht rücken soll. Einige fragwürdige Auszüge daraus folgen hinter dem Umbruch.
Auszüge:

Alles was man tun muss, ist eine Playlist (Spielmodus und angepasste Regeln) auswählen, die dem persönlichen Geschmack entspricht. Danach findet [IWNet] automatisch den Server mit der besten Performance, dem besten Ping, basierend auf dem persönlichen Standort und der eigenen Verbindung und bringt einen zudem mit Spielern desselben Skill-Levels zusammen. [...] Das bedeutet nicht, dass man in ein zufälliges Spiel geworfen wird!

Nun, man könnte es auch "Willkür" nennen, aber das wäre ein noch hässlicheres Wort, nicht wahr? Wenn ich mir nicht selber ausssuchen darf, wo ich spielen möchte, ist es für mich zufällig, auch wenn im Hintergrund noch ein Algorithmus arbeitet. Es geht bei Serverwahlfreiheit ja auch darum, dass ich bestimmte Server meiden möchte, weil ich vielleicht Packet Loss habe (der sich nicht im Ping widerspiegelt) oder einen Stammserver habe, auf dem ich viele Leute kenne.

Man kann die Freundesliste benutzen, um zu sehen, wenn Freunde online sind und sie in eine Gruppe einladen. Mit der Gruppe kann man zusammen von Server zu Server wechseln. Es ist großartig für Clan-Spiele, denn man kann mit dem Clan eine Gruppe bilden und von Public Server zu Public Server zusammen wechseln.

Letzteres ist zwar eine seltsame Vorstellung eines "Clan-Spieles", aber sei's drum. Das heißt also, dass die Ansammlungen von Clanspielern in einem Team weiterhin die Public Server befüllen werden. Und ich kann dann als Otto-Normalo nichtmal den Server wechseln, weil das vielleicht laut IWNet "genau der richtige Server für mich" ist!

Der größte Nutzen von IWNet ist aber die Tatsache, dass man nicht mehr befürchten muss, auf einem Server voller Aimbot- und Wallhack-Benutzer zu landen.

Denn Infinity Ward setzt voll und ganz auf Valve Anti-Cheat (VAC), das bekanntlich ja 100%-igen Schutz bietet! Achtung, Sarkasmus-Detektoren registrieren einen ungewohnt hohen Ausschlag. Zudem scheint Modern Warfare 1 nicht allzu sehr von Cheatern geplagt zu sein, was "den größten Nutzen" ziemlich relativiert. Bowling windet sich auch um eine klare Aussage, ob die privaten Server, z.B. für Clanmatches, echte IWNet-Server sind oder reine Listen Server, die dann auf einem Rechner des Spielers geöffnet werden. Alles in Allem tut Infinity Ward der Community keinen Gefallen damit, aber bei über 13 Millionen potentiellen Käufern kann man eben seinen eigenen Willen durchdrücken. Der Multiplayerplattform PC erweist man damit aber langfristig einen Bärendienst.

Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Cooler Text, vielen Dank!
    Bin es langsam Leid….

  2. Veronica is the best??

    Warm regards
    Cornelia

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