In den Patch-Notes für die neue Beta-Version des Steam Clients vollkommen unerwähnt blieb, dass sich damit ab sofort auch Filme streamen lassen. Allerdings nur solche, die bei Steam erhältlich sind.

Heute Nacht hat Valve mal wieder eine neue Beta-Version des Steam-Clients veröffentlicht. Diese Version wäre gar nicht weiter spannend. Laut Patch-Log hat Valve nämlich fast ausschließlich kleinere Fehlerkorrekturen und Verbesserungen bei der Videoaufnahme von OpenGL-Spielen, dem Big-Picture-Modus und an den Sprunglisten unter Windows vorgenommen. Die tatsächlich spannende Neuerung verschweigt Valve allerdings. Erst ein Hinweis über den Twitter-Account zum Film Free to play offenbart das Feature.

Der von Valve produzierte Dokumentarfilm über drei professionelle Dota-2-Spieler kann nämlich ab jetzt direkt aus dem Steam-Client heraus gestreamt werden. Vorausgesetzt, Ihr benutzt den Beta-Client. Bisher musste man, wollte man sich den Film per Steam ansehen, erst den kompletten, mehrere Gigabyte großen Film herunterladen. Erst dann ließ er sich abspielen. Als Streaming-Alternative standen nur Plattformen wie Youtube zur Auswahl.

Bei der Umsetzung der Streaming-Funktion hat Valve auch ein Auge auf die Details geworfen. Die Videoqualität passt sich etwa automatisch der verfügbaren Bandbreite an, wie man es von Youtube gewohnt ist. Sie lässt sich aber auch manuell festlegen, indem man das Zahnradmenü rechts in der Kontrollleiste des Videofensters öffnet und die gewüschte Bitrate auswählt, etwa 4,8 MBit/s für 1080p. Auch etwaige Untertitel blendet der Videoplayer ein, deren Darstellung sich in Farbe, Type und Größe anpassen lässt.

Im Videoplayer lassen sich Bitrate, Wiedergabegeschwindigkeit und Untertitel konfigurieren
Im Videoplayer lassen sich Bitrate, Wiedergabegeschwindigkeit und Untertitel konfigurieren

Allerdings ist Free to Play derzeit auch der einzige Film, der sich per Steam streamen lässt. So gibt das Feature also nur einen Ausblick darauf, was per Steam bald möglich sein könnte, sollte Valve weitere Filme ins Portfolio aufnehmen. Eine echte Konkurrenz zu Netflix und Co. wird es wohl nicht, aber eine gute Alternative. Vor allem dann, wenn Gaming-bezogene Filme und Dokumentationen ihren Weg zu Steam finden und kostenlos darüber verteilt werden können.