Eventbrite hat 1500 Gamer befragt, die E-Sports-Veranstaltungen besuchen und fanden dabei heraus: Viele würden bis zu 200 Euro pro Ticket ausgeben und sogar in andere Länder und Kontinente reisen.

Die Popularität von E-Sports-Events steigt. Die Veranstaltungen locken nicht nur mit immer höheren Siegprämien immer professionalisiertere Teams an. Sie ziehen auch immer mehr Zuschauer in ihren Bann und füllen mittlerweile Arenen, in denen bislang lediglich klassiche Sportarten ausgetragen wurden. Eventbrite hat jetzt eine Studie mit dem Titel The eSports Effect veröffentlicht und nennt dabei auf den zehn Seiten sehr interessante Fakten und Zahlen zu den Besuchern.

Zwischen 2013 und 2014 wurden insgesamt 1500 Personen befragt, die über Eventbrite den Besuch einer E-Sports-Veranstaltung gebucht hatten. Laut der Studie entwickelt sich E-Sports dabei zunehmend von einer lediglich zu Hause verfolgten Nischensportart zum populären Mainstream. 48 Millionen Gamer allein in den USA und Westeuropa – der gigantische asiatische Markt ist dabei also gar nicht berücksichtigt – verfolgen E-Sports-Events oder nehmen aktiv an ihnen teil. Und über ein Viertel von ihnen besucht Live-Veranstaltungen.

The e-Sports Effect

Was aber treibt die Besucher zu den Live-Veranstaltungen? Laut der Studie wollen 81 Prozent einfach an der Community teilhaben, sich dort mit Freunden treffen, die sie online kennengelernt haben, oder anderen Gleichgesinnte begegnen. Zweidrittel der Befragten gaben an, dass ihnen der Besuch eines Live-Events zudem eine andere Art des Spielekonsums ermöglicht, teilweise bedingt durch die effekthaschenden Shows drumherum. Wiederum 46 Prozent der Befragten wollen von den Profis lernen und damit ihre eigenen Fähigkeiten verbessern.

Insgesamt 38 Prozent gaben an, sie würden für eine E-Sports-Veranstaltung sogar in ein anderes Land oder auf einen anderen Kontinent reisen. 41 Prozent würden für ein Ticket höchstens 49 Euro ausgeben. Demgegenüber stehen 18 Prozent, für die auch 100 Euro noch in Ordnung wären und sogar 19 Prozent, die bis zu 200 Euro hinlegen würden. Dafür muss aber auch schon ein wenig geboten werden, etwa Zugang zu Meet and Greets mit den Pro-Teams, Musikperformance sowie Cosplay-Wettbewerbe.

The e-Sports Effect

Der Blick auf die Zusammensetzung der Befragten verrät wiederum, dass 75 Prozent zwischen 18 und 34 Jahre alt sind, 52 Prozent aus den USA und 45 Prozent aus Europa stammen. Beliebtestes Hauptfach? Informatik natürlich, mit 34 Prozent, gefolgt von Wissenschaft und Medizin, Ingenieurswesen sowie Wirtschaft.

Foto: Jakob Wells/Flickr, CC BY 2.0