Ehemaliger Valve-Mitarbeiter wird Finanzminister in Griechenland

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Valves ehemaliger Mitarbeiter Yanis Varoufakis wird als neuer Finanzminister Griechenlands gehandelt
Screenshot: Valve Software

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Valve wird als künftiger Finanzminister der neu gebildeten Regierung Griechenlands gehandelt. Sein neuer Job dürfte für ihn eine deutlich größere Herausforderung darstellen als seine Anstellung bei Valve.

Zunächst ging ich von einer zufälligen Namensgleichheit aus, als ich auf den deutschen Nachrichtenseiten las, dass Yanis Varoufakis neuer Finanzminister Griechenlands werden soll. Warum ich überhaupt stutzig wurde? Nun, den exakt gleichen Namen trägt auch ein ehemaliger Mitarbeiter von Valve, der dort unter anderem als Ökonom tätig war.

Jetzt hat sich allerdings geklärt, dass es sich tatsächlich um dieselbe Person handelt und damit ein Ehemaliger von Valve künftig die wirtschaftlichen Geschicke Griechenlands lenken könnte. In Griechenland sicherte sich am Wochenende die Linkspartei Syriza unter Alexis Tsipras den Wahlsieg und steht nun vor der Mammutaufgabe, das arg gebeutelte Land aus der Krise zu führen. Für den Volkswirt Varoufakis wäre das eine außerordentliche Herausforderung.

Varoufakis selbst hat aber beste Referenzen. Bei Valve hat er sich von 2012 bis 2013 vor allem mit der virtuellen Ökonomie beschäftigt, die Valve um seine eigenen Spiele und die Download-Plattform Steam herum aufgebaut hat. In seinem Valve-Blog ging Varoufakis unter anderem auch auf die spezielle Management-Struktur des Unternehmens ein. Darüberhinaus ist er Autor, Professor für Wirtschaftstheorie an der Universität von Athen sowie Gastprofessor an der Lyndon B. Johnson Hochschule in Austin (TX).

Wer nun hofft, dass sich etwa ein eingefleischter Gamer in einem Staatsministerium einfindet, der wird enttäuscht. Als er bei Valve anfing, erklärte Varoufakis, dass er kein Gamer sei und ihn somit nur die wirtschaftliche Seite der Industrie zu Valve zog.