Auf der Game Developers Conference 2015 in San Francisco werden Valve, EA und Epic einen detaillierten Einblick in eine neue crossplattformfähige Grafikbibliothek geben. Sie könnte essentieller Baustein für SteamOS sein.

Ein Schlüsselelement für den Erfolg von SteamOS ist eine leicht zu implementierende und leistungsfähige Grafikbibliothek. Sie muss es Spieleentwicklern so einfach wie möglich machen, ihre Engines für Linux und idealerweise verschiedene Betriebssysteme zu portieren, ohne dabei auf die Features anderer Grafikbibliotheken verzichten zu müssen. Ohne eine solche Grafikbibliothek wird es SteamOS schwer haben, auf dem Markt als Spiele-Linux überhaupt Fuß zu fassen.

Auf der Game Developers Conference 2015 in San Francisco wird Valve Gastgeber eines Vortrags sein, in dem es um die glNext-Initiative geht, eine Weiterentwicklung von OpenGL. Treibende Kraft hinter glNext ist Khronos, ein Industriekonsortium, in dem einige namhafte Firmen und Institutionen engagiert sind.

Der verheißungsvollen Ankündigung nach soll glNext crossplattformfähig, auf moderne Programmiertechniken und Prozessoren ausgelegt, die erste Wahl für Entwickler sein, deren Ziel absolute Spitzenleistung in ihren Anwendungen und Spielen ist. Man will einen detaillierten Einblick in die API gewähren und Live-Demos von Anwendungen zeigen, die auf glNext-Treiber und -Hardware laufen.

Hält glNext, was bisher aus verschiedenen Quellen angekündigt und versprochen wird, könnte es durchaus Chancen haben, sich gegen DirectX 12 zu behaupten.

Teilnehmer der Präsentation sind neben Pierre-Loup Griffais und John McDonald, Entwickler bei Valve, auch Johan Andersson, Mitentwickler der Frostbite-Engine, Niklas Smedberg von Epic Games, Dan Baker von Oxide Games sowie Aras Pranckevicius von Unity.