Hacker bekennt sich zu Code-Diebstahl bei Valve und Microsoft schuldig

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Hacker bekennt sich zu Code-Diebstahl bei Valve und Microsoft schuldig

Ein 19-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Indiana bekennt sich schuldig, als Teil eines Hacker-Rings Daten im Wert von über 100 Millionen US-Dollar gestohlen zu haben, unter anderem von Valve.

Der 19-jährige Austin Alcala aus dem US-Bundesstaat Indiana, hat sich schuldig bekannt. Das US-Justizministerium hatte gegen ihn und drei weitere mutmaßliche Mitglieder eines Hacker-Rings Anfang Oktober 2014 wegen des Einbruchs in Computersysteme sowie Urheberrechtsverletzungen Klage erhoben. Die Verkündung des Strafmaßes soll am 27. Juli 2015 erfolgen. Alcala drohen für den Code-Diebstahl bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Der Hacker-Ring soll bei Firmen wie Valve, Epic Games, Microsoft, Zombie Studios und der US-Armee Daten und Informationen mit einem Wert von über 100 Millionen US-Dollar erbeutet haben. Unter anderem stahlen sie den Quellcode eines Pilotentrainingsprogramms für den Apache Helikopter, eine frühe Version von Call of Duty 3 und Gears of War 3. Zwar ist nicht im Einzelnen klar, welche Daten bei Valve gestohlen wurden, es soll sich aber auch hier um Quellcodes und andere Firmengeheimnisse gehandelt haben.

Alcala ist nicht der erste Angeklagte, der die Tat gestanden hat. Zwei der anderen Täter erklärten sich bereits vor Verfahrensbeginn im letzten Jahr für schuldig.

Für Ihren Code-Diebstahl nutzte die Gruppe SQL-Injection und gestohlene Zugangsdaten als Angriffsvektoren. Ihr Plan war es, die erbeuteten Daten zu Geld machen. Insgesamt hatten sie dadurch bereits mehr als 620.000 US-Dollar kassiert.