Im Fall der angeblichen Manipulation einer Counter-Strike-Partie hat Valve eigene Nachforschungen angestellt und zu den Vermutungen passende Gegenstand-Transfers festgestellt. Mehrere Personen wurden deshalb von künftigen Valve-Veranstaltungen ausgeschlossen.

Vor einigen Tagen vermeldete die Seite The Daily Dot, dass ihr im Fall einer angeblichen Manipulation eines Counter-Strike-Spiels im August 2014 neue Beweise vorliegen würden. In dem konkreten Fall trafen die Teams iBUYPOWER und NetcodeGuides.com aufeinander. Das Spiel endete mit dem überraschenden Sieg für NetcodeGuides.com, deren Siegchancen eher als gering galten.

Sieben Spieler und Manager gebannt

Die präsentierten Beweise waren ziemlich eindeutig. Valve hat daraufhin die Accounts der vermeintlichen Drahtzieher der Manipulation untersucht und kann bestätigen, dass eine beträchtliche Zahl an hochwertigen Gegenständen, die Duc „cud“ Pham bei der Partie gewonnen hatte, über Derek „dboorn“ Boorn als Mittler an Spieler von iBUYPOWER und den NetCodeGuides-Gründer, Casey Foster, geflossen sind.

Folgerichtig hat Valve den Banhammer ausgepackt und die folgenden Personen ab sofort von allen Veranstaltungen ausgeschlossen, bei denen Valve als Partner auftritt: Duc „cud“ Pham, Derek „dboorn“ Boorn, Casey Foster, Sam „Dazed“ Marine, Braxton „swag“ Pierce, Keven „AZK“ Larivière und Joshua „Steel“ Nissan. Das war’s also mit den möglichen E-Sports-Karrieren.

Absolut richtige Entscheidung von Valve

Mal davon abgesehen, dass professionelle Spieler, ihre Manager und organisatorische Mitglieder eines Teams ohnehin von Wetten ausgeschlossen sind, weil es sonst zu Verzerrungen kommt, ist die Entscheidung von Valve richtig, konsequent, nachvollziehbar und nötig.

Im letzten Jahr hat Counter-Strike: Global Offensive als Teil der E-Sports-Welt deutlich an Bedeutung gewonnen. Im gleichen Zuge sind auch die Preisgelder erheblich gestiegen. Bei manchen Turnier geht es um 250.000 US-Dollar. Gut, für manche mag das nicht mal ein Jahresgehalt sein. Die überlegen eventuell gerade noch, ob sie dafür überhaupt aufstehen würden und schlafen nochmal einen Tag darüber.

Für andere Personen, in eventuell sogar nicht ganz so gut situierten Ländern wie Deutschland, sind solche Beträge allerdings ein Vermögen, von dem sich mehrere Jahre lang sehr bequem leben lässt. Und dann bleibt noch ein großer Teil für den Rest der Familie übrig. Die nun verteilten Bans sorgen sicherlich dafür, dass sich die ein oder anderen Spieler und Manager zweimal, dreimal überlegen, ob sie den Ausgang eines Spiels manipulieren oder nicht und ihre aussichtsreichen Karrieren opfern.