Valve beugt sich dem Druck der Community und hat die bezahlten Modifikationen aus dem Steam Workshop von Skyrim wieder entfernt. Als Begründung gab Alden Kroll an, dass man bei Valve nicht wusste, was man tat.

Mit den bezahlten Modifikationen, die seit vergangenen Donnerstag im Steam Workshop von Skyrim erhältlich sind, hat Valve eine kontrovers geführte Diskussion ausgelöst. Entwickler und Modder, die das neue Feature begrüßen, treffen dabei auf Spieler, die weiterhin kostenlose Mods bevorzugen und für ihre mittlerweile fest zum Umfang von Skyrim gehörenden Erweiterungen nichts bezahlen möchten – oder vielleicht können.

Ausgerechnet die Modding-Community von Skyrim ist eine besonders lebhafte. Ausgerechnet die hatte sich Valve als Versuchskaninchen für die bezahlten Modifikationen ausgesucht. Der Gegenwind war entsprechend groß. So erhielt Valve nicht nur Wagenladungen an E-Mails zugeschickt; der Steam Workshop von Skyrim wurde auch mit allerhand Protestmodifikationen geflutet. Heute Nacht gab Valve dann nach und hat die bezahlten Modifikationen aus Skyrim wieder entfernt. Wer in den letzten Tagen derlei Mods für Skyrim gekauft hat, bekommt den vollen Kaufpreis zurückerstattet.

Valve hat die Unterschiede unterschätzt

Laut Alden Kroll war das Ziel der bezahlten Modifikationen, dass Mod-Entwickler die Chance erhalten, sich in Vollzeit auf die Entwicklung ihrer Modifikationen konzentrieren und der Community damit einen besseren Support leisten zu können. Valve nahm an, das würde zu insgesamt besseren Modifikationen für alle führen, sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige. Im Hinterkopf hatte man dabei Mods wie Dota, Counter-Strike, DayZ und Killing Floor, die allesamt von einfachen Mods zu eigenständigen und überaus beliebten Spielen wurden.

Allerdings habe Valve die Unterschiede zwischen den eigenen Communities und der Community von Skyrim vollkommen unterschätzt. Die eigenen Communities verstehe man sehr gut, die von Skyrim nicht. So sind die Mitglieder von Valves Communities etwa bereit, für Hüte in Team Fortress 2 oder Heldengewänder in Dota 2 zu bezahlen. Alles rein kosmetische Gegenstände, die keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben. Ein Erlösmodell in die etablierte und über Jahre gewachsene Community von Skyrim einzuführen, war hingegen vermutlich keine gute Entscheidung, so Alden.

Das bedeutet übrigens nicht, dass Valve die bezahlten Modifikationen komplett aufgibt. Stattdessen hat man sich schlicht zusammen mit Bethesda dazu entschieden, sie eben nicht mehr für Skyrim anzubieten.