1blu und ein Infernum-Mitarbeiter wollen insolventen Publisher retten

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Infernum hat Investoren gefunden und kann vorläufig weitermachen

Deutsche Publisher haben es auf dem Spielemarkt nicht ganz so leicht. Free-to-play-Titel ebenfalls nicht. Das musste Infernum im Oktober 2014 feststellen. Der Webhoster 1blu sowie ein Mitarbeiter von Infernum wollen die Insolvenz abwenden.

Für Infernum, dem Publisher des kostenlosen Hazard Ops, lief es im ersten Halbjahr 2014 so schlecht, dass man sich seit Oktober im Insolvenzverfahren befindet. Zwar gab es bei Hazard Ops noch sehr viel Aktivität seitens des Publishers, insgesamt war es um den Publisher aber entsprechend ruhig geworden. Mittlerweile hat man die Stille durchbroche und Fans der Spiele können erstmal wieder aufatmen.

Schon am Donnerstagvormittag erhielten die Publitica UG und die 1blu business GmbH den Zuschlag als Investoren. 1blu business ist ein Tochterunternehmen des Webhosters 1blu. 1blu nbusiness, unmittelbarer Nachbar von Infernum, zeichnet für das Application Management verantwortlich und betreut die technische Infrastruktur der Spiele Dragon’s Prophet, Hazard Ops und Brick-Force.

Hinter der Publitica UG steht Sebastian Moleski. Sein Unternehmen ist bislang nicht weiter in Erscheinung getreten. Aufgrund der Geschäftsform und des Umstands, dass Geschäftsführer Moleski bisher Technischer Leiter von Infernum war, kann man davon ausgehen, dass Publitica eigens für die finanzielle Unterstützung von Infernum gegründet wurde. Ob sich Moleskis Rolle bei Infernum künftig entsprechend verändern wird, ging aus der Pressemitteilung nicht hervor.

Dank der beiden Investoren kann Infernum alle Spiele weiter betreiben. In Zukunft wolle man auf dem Online-Games-Markt eine wachsende Rolle spielen, heißt es seitens Infernum. Bereits in den letzten Monaten wurde Infernum saniert und restrukturiert und wird voraussichtlich im März 2015 das Insolvenzverfahren beenden können.