Steam User können aus einem gigantischen Fundus von Spielen wählen – und ein Viertel dieser Spiele läuft bereits unter Linux respektive SteamOS. Sogar einen SteamOS-exklusiven Titel gibt es.

Mit über 6000 Spielen ist Steam mehr als prall gefüllt – vielleicht sogar überfüllt. Würde man jedes dieser Spiele nur eine Stunde lang antesten, dann dauerte es mehr als 250 Tage ununterbrochenen Binge-Gamings, ehe man durch wäre. Aber bei weitem nicht alle Spiele sind es wert, überhaupt Aufmerksamkeit zu erhalten. Deutlich kürzer fiele die Zeit aus, konzentrierte man sich lediglich auf die für Linux und SteamOS verfügbaren Spiele. Das sind international mittlerweile 1500 an der Zahl. Ein Viertel der bei Steam erhältichen Spiele läuft demnach auf dem alternativen, kostenlosen Betriebssystem. Für deutsche Steam User fällt diese Zahl aufgrund verschiedener Restriktionen momentan noch etwas kleiner aus. Hier sind es exakt 1491 Titel.

Der Trend ist deutlich: Die Auswahl an Spielen für Linux steigt signifikant und das ist schlussendlich Valve zu verdanken. Ohne Portierung von Steamworks auf Linux und den Vorstoß mit SteamOS wäre das überhaupt nicht denkbar gewesen. Allein die Qualität der für Linux verfügbaren Spiele lässt noch immer zu Wünschen übrig. Triple-A-Titel fehlen im Großen und Ganzen. Einige Entwickler haben unlängst ihre Pläne für Portierungen fallen lassen oder sprechen einfach nicht mehr darüber. Etwa CD Projekt Red. Sie hatten The Witcher 3 großmundig für Linux angekündigt; mittlerweile ist es verdächtig still geworden. Auf der Shopseite ist von einer Portierung nichts mehr zu finden.

Das liegt womöglich an der sehr kleinen Zielgruppe der Linux-Spieler. Der Marktanteil liegt laut Steam-Hard- & Software-Umfrage vom August 2015 bei überschaubaren 0,92 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat kamen zwar 0,07 Prozentpunkte hinzu. Allein 3,22 Prozent der Steam User nutzen Mac OS X, sogar 2,76 Prozent setzen noch auf Windows XP. In beiden Fällen ist Linux also mehr als deutlich unterlegen. Das erklärt, warum einige Triple-A-Entwickler sich die hohen Kosten einer Portierung sparen, Linux links liegen lassen und womöglich den Marktstart von SteamOS und den Steam Machines zunächst in in Ruhe beobachten möchten.

Erwähnenswert: Mit Don’t be Patchman gibt es einen Titel, der SteamOS-exklusiv ist und damit als einziges Spiel nicht für Windows oder Mac OS X verfügbar ist.