Black Mesa ist ab sofort bei Steam erhältlich. Das Spiel wurde heute um 16:45 Uhr bei Steam veröffentlicht und kostet 19,99 Euro. In Black Mesa können die Spieler die Neuinterpretation von Half-Life erleben.

Der Countdown war abgelaufen. Gerade als die Webseite – der URL nach – einen Launch-Trailer zeigen wollte, brach sie zusammen und zeigte nur noch eine Fehlerseite von Cloudflare. Code 522. Timeout. Es dürften also eindeutig zu viele Half-Life-Fans vor den Bildschirmen gesessen und gespannt auf die Enthüllung gewartet haben. Die Webseite ist zwar mittlerweile erreichbar, das Video jedoch fehlt.

Parallel dazu wurde Black Mesa bei Steam wie erwartet veröffentlicht. Das Spiel ist ab sofort erhältlich und kostet 19,99 Euro. Das dürfte in den kommenden Tagen noch für eine Menge Gesprächstoff sorgen. Ja, die Entwickler haben die Erlaubnis von Valve, das Spiel zu verkaufen. Ein Teil der sehr großen Community wird über das Preisschild aber trotzdem nicht erfreut sein.

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Finale Version wird noch teurer

Der Preis wird vor allem deswegen für Diskussion sorgen, weil das Spiel nicht alle Kapitel aus dem Ur-Half-Life umfasst. Die Xen-Level fehlen bislang und seien zudem besonders komplex in der Rekonstruktion. Entsprechend wird Black Mesa bei Steam momentan als Early Access geführt. 85 Prozent der Einzelspielkampagne seien immerhin komplett. Die fehlenden 15 Prozent sollen jetzt nicht nur nachgebaut, sondern auch noch verbessert werden. Wie lange das dauern wird, können oder wollen die Entwickler nicht sagen.

Übrigens: Sollte die Steam-Version von Black Mesa irgendwann komplettiert sein, wird sich der Preis des Spiels erhöhen. Anstelle von 19,99 Euro werden dann voraussichtlich bis zu 24,99 Euro fällig. Unterschiede zu Valves Half-Life-Version: Black Mesa hat Sammelkarten und Errungenschaften, den Steam Workshop mit einigen Multiplayer-Karten, speichert in der Steam Cloud und liefert einen Level-Editor mit. Zudem lässt sich das Spiel teilweise mit dem Controller spielen. Aber Black Mesa läuft vorerst nur unter Windows. Linux/SteamOS und Mac OS X sind noch außen vor.

Entstanden ist Black Mesa aufgrund der in den Augen vieler Fans mangelnden Qualität und lieblosen Source-Portierung von Half-Life. Ihr Ziel: Sie wollten es mit Black Mesa besser machen als Valve. Texturen, Sounds, Modelle, Animationen und sogar die Level – das alles wurde von einem Community-Team fast komplett neu erstellt. Das Team nahm sich sogar die Freiheit in die Storyline einzugreifen. Das Ergebnis war Black Mesa: Source, das 2012 als Mod und heute als kostenpflichtiges Spiel erschienen ist.

  • Moritz

    Ist es denn mittlerweile Komplett fertig? Oder ist Xen immer noch in der Entwicklung?