Die mit 1 Million US-Dollar dotierte CS:GO ESL ESEA Pro League war nicht nur für viele E-Sport-Fans eine Überraschung. Auch die Teams wurden von der Liga und sogar ihrer eigenen Teilnahme überrascht, etwa Fnatic.

Die ESL und die ESEA haben zwei Ligen zusammengelegt und daraus die weltweit größte professionelle Counter-Strike-Liga hervorgebracht. Im ersten Jahr geht es um Preisgelder von insgesamt 1 Million US-Dollar, mit Finalspielen in Los Angeles und Köln. Erst kurze Zeit vor dem Start der Liga wurde überhaupt bekannt, was sich da am E-Sport-Himmel zusammenbraute. Das alles ging so schnell, dass selbst die für die Liga nominierten Teams überrumpelt waren. Einige Teams gaben jetzt sogar zu, dass ihre Teilnahme an der Liga verkündet wurde, noch bevor die Teams selbst überhaupt zugesagt hatten.

Weil es sich um die erste Saison der Liga handelt, qualifizierten sich die Teams nicht für die Teilnahme, sondern wurden stattdessen zur Liga eingeladen. Jonatan „Devilwalk“ Lundberg, Coach von Fnatic, schilderte in einem Interview mit Fragbite.se ein forsches Vorgehen der ESL und ESEA: „Wir wurden einfach als Teilnehmer verkündet.“ Vor der Ankündigung lag Fnatic von der ESL zwar eine Einladung vor, aber kein Terminplan. Die Einladung hatte Fnatic zudem gar nicht akzeptiert.

Gegenüber The Daily Dot erklärte ein Teambesitzer eines anderen Teams, der anonym bleiben will, dass die Teilnahme seines Teams ebenfalls bekanntgegeben wurde, noch bevor überhaupt eine Bestätigung vorlag. Gleiches vermelden auch vier weitere Teambesitzer. Insbesondere der straffe Zeitplan der CS:GO ESL ESEA Pro League stellt sich für manche Teams wohl als problematisch heraus. Immerhin sind an gleich mehreren Tagen der Woche Matches zwischen den insgesamt 24 Teams angesetzt.