Deutschland gehört zu den größten Absatzmärkten für digitale Spiele weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des GfK. Um 11 Prozent stieg dabei der Umsatz mit digitalen Spielen und Konsolen im vergangenen Jahr.

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware zieht ein außerordentlich positives Fazit für die Marktentwicklung der Computer- und Videospiele im letzten Jahr. Insbesondere die Nachfrage nach Spielekonsolen und nach virtuellen Gütern trieb den Markt dabei an. So wurden mit Mikrotransaktionen für virtuelle Güter, etwa Ausrüstungsgegenstände, im vergangenen Jahr allein in Deutschland 477 Millionen Euro umgesetzt. Damit hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt, betrug er im Jahr 2013 nämlich noch 209 Millionen Euro.

Die Spiele-Abonnements veränderten sich mit einem Umsatz von 140 Millionen Euro nur marginal nach oben. Eingebrochen ist hingegen der Einzelverkauf von Spielen. Der lag mit 1,28 Milliarden Euro Umsatz im letzten Jahr 13 Prozent unter dem Vorjahr.

Deutscher Gesamtmarkt für digitale Spiele des Jahres 2014. Quelle: BIU

„Der Markt für digitale Spiele ist erneut überaus dynamisch gewachsen. Kein anderer Medien- und Unterhaltungs-Markt kann mit dieser Entwicklung mithalten. Das Umsatzwachstum von 11 Prozent unterstreicht die Bedeutung digitaler Spiele als Leitmedium unserer Zeit“, so Dr. Maximilian Schenk, Geschäftsführer des BIU. Deutschland gehört dabei zu den größten Absatzmärkten für digitale Spiele weltweit.

Insgesamt betrachtet wurden im vergangenen Jahr mit digitalen Spielen als auch Spielekonsolen 2,67 Milliarden Euro in Deutschland umgesetzt. Schenk zeichnet deshalb ein positives Bild für die kommende Entwicklung: „Die stark gestiegene Nachfrage nach der neuen Generation der Spielekonsolen ist die Basis für weiteres Wachstum. Wir blicken sehr zuversichtlich in die Zukunft.“ Abzuwarten bleibt, wie sich Valves Konsolen-PC Steam Machine auf diesem Markt wird etablieren können.

Der BIU beruft sich auf Ergebnisse des Marktforschungsunternehmens GfK, das eine repräsentative Befragung unter 25.000 deutschen Konsumenten durchgeführt hatte.