Allein Dota 2 sorgt bei Valve für derzeit 18 Millionen US-Dollar Umsatz pro Monat. Das zeigt sehr deutlich, dass ein kostenloses Spiel auch ohne Pay-to-win erfolgreich sein kann. Dennoch riskierte Valve den guten Ruf des Spiels.

Steigende Benutzerzahlen bei Dota 2 bedeuten für Valve auch steigende Einnahmen. Im Februar konnte man über 1 Million gleichzeitig aktiver Spieler verzeichnen und blickt mittlerweile auf eine Spielerbasis von deutlich über 10 Millionen hinab. Tendenz steigend. Spätestens zum The International 2015 – dem größten Dota-2-Turnier der Welt – wird Valve in dieser Hinsicht wohl wieder neue Rekorde feiern können. Auch wenn Dota 2 im Vergleich zu anderen Online-Spielen nicht ganz mithalten kann.

Obwohl Dota 2 kostenlos ist, verdient Valve hervorragend an dem MOBA. Laut Superdata Research spült der Titel weltweit 18 Millionen US-Dollar in die Kassen von Valve – jeden Monat. Dabei erzielt Valve diese Einnahmen ausschließlich durch den Verkauf kosmetischer Gegenstände wie Soundpakete, Interfacedesigns oder Heldenkostüme.

Annäherung an Pay-to-win

Anstatt sich auf diesem gut funktionierenden Erlösmodell auszuruhen, wird Valve aber nicht müde, neue Varianten für Dota 2 zu testen. Kürzlich ging das Unternehmen dabei einen Schritt zu weit und musste sich von der Fanbase viel Kritik gefallen lassen. Anlass zum Ärger war die Schlacht der Jahresbestien.

Während des Events standen den Helden auf beiden Seiten Jahresbestien im Kampf zur Seite. Die Bestien ließen sich durch Fähigkeitspunkte von den Spielern aufwerten und kommandieren. Je mehr Fähigkeitspunkte ein Team hatte, desto besser wurde die Jahresbestie und desto effektiver ließ sie sich im Kampf einsetzen. Viele erkannten in dem System aber ein Pay-to-win-Modell, denn die Fähigkeitspunkte konnten entweder erspielt oder in erheblichen Mengen direkt im Shop gekauft werden.

Es bleibt abzuwarten, ob Valve aufgrund der deutlichen Kritik künftige weitere Versuche wie mit den Jahresbestien unternimmt. Vielleicht probiert das Unternehmen auch ganz neue Erlösmodelle aus. Oder man besinnt sich auf Bewährtes und bleibt beim Verkauf von Kostümen.