Stimmen die Gerüchte, dann wird Valve die drei neuen Turniere der Dota Major Championships nicht mit von Partnern organisieren lassen, sondern komplett selbst veranstalten. Das könnte sich katastrophal auf bereits bestehende Turniere auswirken.

Gerade einmal einen Monat ist es her, dass Valve die Dota Major Championships verkündete. Dem Betreiber von Steam war die aktuelle Turnierlandschaft nicht professionell genug aufgezogen und die Mitarbeiter von Valve hatten das Gefühl, hier nachhelfen zu können. Im Zuge dieser Meisterschaftsserie sollen weltweit vier große Turniere abgehalten werden; eines zu jeder Jahreszeit. Das jeweils letzte Turnier und damit der Höhepunkt einer Saison würde dann The International in Seattle sein.

Ursprünglich wollte Valve die drei neuen großen Herbst-, Winter- und Frühlings-Turniere von Partnern austragen lassen und lediglich als Sponsor auftreten. Jetzt hat sich das Unternehmen einem Bericht von The Daily Dot nach aber umentschieden. The Daily Dot stützt sich dabei auf Aussagen aus dem inneren Kreis verschiedener E-Sports-Organisationen. Demnach will Valve sämtliche Aspekte der drei neuen Turniere selbst organisieren und Drittunternehmen höchstens für Produktionsaufgaben heranziehen.

Bei Veranstaltern wie der ESL kommt die mögliche Richtungsänderung seitens Valve schon jetzt einer Hiobsbotschaft gleich. Im Schatten eines Turniers wie The International gehen sämtliche anderen Veranstaltungen längst unter. Nun stünde ein solcher Hype jedes Vierteljahr an, was nicht nur die Terminmöglichkeiten deutlich einschränkt. Je mehr namhafte Teams für ein Turnier akquiriert werden können, desto größer ist das Publikumsinteresse. Aber die verfügbare Zeit der Teams ist endlich. Sie müssen nicht nur ein paar Tage während des Turniers spielen, sondern müssten sicherlich verschiedene Qualifikationsrunden überstehen.

Im November, im Februar und im Mai sollen die drei neuen Turnier stattfinden. Im Juni folgte bislang die ESL One Frankfurt, ein mit 250.000 US-Dollar dotiertes Dota 2-Turnier. Aufgrund der Nähe zum Mai könnte es nächstes Jahr also knapp werden, gute Teams von der Teilnahme überzeugen sowie ausreichend mediale Aufmerksamkeit generieren zu können.