Core-Gamer können sich laut einer Datenauswertung öffentlicher Steam-Profile nur etwa ein Prozent aller Steam User bezeichnen. Sie besitzen ein Drittel aller bei Steam gekauften Spiele.

Auch wenn es wohl längst mehr sein dürften, kann Steam laut letztem Stand auf eine User-Basis von 125 bis 135 Millionen Gamern blicken. Sergey Galyonkin, der Programmierer hinter Steamspy, hat mal wieder einige Auswertungen anhand der öffentlichen Profile dieser 135 Millionen Spieler gefahren und dabei einige interessante Details zu Tage gefördert. Etwa dass die bei Steam gekauften Spiele sehr ungleichmäßig verteilt sind.

Ein Drittel aller bei Steam gekauften Spiele befinden sich im Besitz von nur einem Prozent der 135 Millionen Steam-User. Etwas weiter gefasst besitzen 20 Prozent der Steam-User sogar 88 Prozent aller Spiele. Diesen beiden Gruppen teilt Galyonkin auch bestens bekannte Bezeichnungen zu. So lässt sich die Gruppe der 1 Prozent als Core-Gamer bezeichnen, also Spieler, die pro Jahr mehrere Spiele kaufen. Die Gruppe der 20 Prozent bezeichnet er als Softcore-Gamer. Sie kaufen allerdings deutlich weniger Spiele pro Jahr.

Weil diese Prozentwerte schwer greifbar sind, schiebt Galyonkin auch noch ein paar konkrete Zahlen hinterher. Um etwa zu der Gruppe der 1 Prozent zu gehören, müsste ein Steam-User mindestens 107 Spiele besitzen. Das ist eigentlich nicht weiter schwierig. Ein Humble Bundle oder ein Steam Sale, schon wird die Steam Bibliothek um locker eine Handvoll Spiele erweitert. Und davon gibt es mehrere pro Jahr. Außerdem: Wer zu der Gruppe der 20 Prozent gehören will, der muss sogar nur vier Spiele besitzen.

Vor allem für Entwickler ergibt sich daraus eine sehr interessante Konsequenz. Auch wenn es weltweit 700 bis 800 Millionen PC-Spieler geben soll von denen sich 135 Millionen per Steam erreichen lassen, lässt sich nur die Gruppe der 1 Prozent der Steam-User tatsächlich als Core-Gamer bezeichnen. Sie sind diejenigen, die am wahrscheinlichsten bei einem neuen Spiel zugreifen. Schon bei der Gruppe der 20 Prozent sinkt die Kaufwahrscheinlichkeit erheblich ab. Die Zahl der im Besitz befindlichen Spiele zugrunde gelegt, liegt sie nur noch bei 4 Prozent im Vergleich zu den Core-Gamern.

Auch die Perspektive der Spiele hat Galyonkin berücksichtigt. Dota 2-Spieler besitzen im Schnitt 12 Steam-Spiele, während CSGO-Spieler durchschnittlich 40 Spiele besitzen. Wer hingegen Rocket League besitzt, hat im Schnitt 78 Spiele, und wer sogar das deutlich ältere Torchlight 2 hat, kommt im Schnitt auf 117 Spiele. Das bedeutet: Wer Dota 2 spielt, ist hauptsächlich wegen eben dieses Spiels bei Steam unterwegs. Wer hingegen Torchlight 2 oder Rocket League kauft, spielt auch gerne andere Titel.

  • EO_XE

    80% haben weniger als 4 Spiele? Da fallen dann wohl auch die ganzen fake&scam Accounts darunter.

    Bleiben immerhin noch 27mio Leute mit 4 bis 100 Games und 1-2mio mit noch mehr. In absoluten Zahlen ist das doch noch ne ordentliche Spielerschaft.

  • Lukas

    Ich denke die DOTA-Spieler sind auch oft nicht bereit viel für Spiele zu zahlen.