Die ESL geht auf Nummer sicher und nimmt bei der Suche nach Cheatern die am Turnier in Katowice teilnehmenden Teams sehr genau unter die Lupe. Na’vi hat ein Video der Maßnahmen hochgeladen.

Die Esports-Welt ist noch jung, hat aber längst ähnlich umfassende Betrugsskandale wie herkömmliche Sportarten zu verzeichen. Da wäre jüngst das Ausnutzen von Glitches wie zur Dreamhack zu nennen oder auch die Wettmanipulation rund um iBUYPOWER und NetcodeGuides.com. Entsprechend nervös reagieren die Veranstalter auf mögliche oder eigentlich unmögliche Betrugsversuche und wollen sicherstellen, dass bei ihren Turnier sauber im Sinne von cheatfrei gespielt wird.

Wie massiv etwa die ESL gegen mögliche Betrugsversuche vorgeht, zeigt ein Video, das das ukrainische Team Natus Vincere bei Youtube hochgeladen hat. Sie wurden von Turnieroffiziellen aufgefordert, sämtliche Teile ihres Equipments auszuhändigen, die mit USB ausgestattet sind. Das Equipment wird dann eingehend untersucht, um sicherzustellen, dass es nicht manipuliert wurde und beim Einstöpseln an die Turnier-PCs per USB keine Skripte oder Programme ausgeführt werden.

Team-Manager Eugene Erofeev erklärt in dem Video, dass er dieses Vorgehen das erste Mal in der Geschichte der Turniere erlebe. Die Turnieroffiziellen würden zudem sämtliche Geräte einsacken, mit denen man eine WLAN-Verbindung aufbauen kann, also Laptops, Smartphones oder auch iPods, und man sich deshalb wie in einem Gefängnis vorkomme. Allerdings äußert sich Na’vi positiv über die Maßnahmen. Sie würden Cheats und Cheater selbnst ablehnen und dass man deshalb eben auch Opfer bringen müsse, wenn man an Turnieren mit solch hohen Preisgeldern teilnimmt.

Immerhin, nach Urinproben wurden die Profi-Gamer des Teams nicht gefragt.