Falcon Northwest, US-amerikanischer Anbieter von speziell angefertigten High-End-PCs, macht bei den Steam Machines einen Rückzieher und wird zumindest vorerst keine anbieten. Der Grund dafür sind Leistungsprobleme von SteamOS.

Einer der ersten Anbieter, der eine Steam Machine bringen wollte, war Falcon Northwest. Bei uns eher unbekannt, liefert Falcon Northwest bereits seit 1992 in den USA speziell angefertigte Desktop-Computer und Laptops aus. Die Ansprüche bei Falcon Northwest sind hoch und so war auch eine entsprechend wertige und leistungsfähige Steam Machine zu erwarten. Nun macht Falcon vorerst einen Rückzieher und erklärte, keine Steam Machine mehr auf den Markt bringen zu wollen.

Gegenüber Venturebeat erklärte Kelt Reeves, Chef von Falcon Northwest, dass SteamOS nicht die Ansprüche des Unternehmens erfüllen würde, die es an ein Betriebssystem für High-End-PCs stellen würde. Auch Valve gegenüber äußerte Reeves bereits diese Bedenken. Dort wurden die Probleme zwar erkannt, Valve stellte aber fest, dass sich diese nicht kurzfristig würden lösen lassen. Aus diesem Grund legt Falcon die Entwicklung einer eigenen Steam Machine vorerst auf Eis, hält sich aber die Option offen, später, wenn SteamOS leistungsfähige Hardware besser auslasten könne, eine anzubieten.

Welche Probleme genau bestünden, ist dem Venturebeat-Artikel nicht zu entnehmen. Unabhängig davon hat Ars Technica vergangene Woche auch Testergebnisse veröffentlicht, die einen deutlichen Leistungsunterschied zwischen SteamOS 2.0 und Windows 10 zum Nachteil von SteamOS feststellten. Allerdings wurden die Tests lediglich auf einem einzelnen System durchgeführt. Dennoch hat das Ergebnis für eine Menge Aufsehen gesorgt. Unter Umständen werden auch noch andere Hersteller abspringen und abwarten, wie sich SteamOS entwickelt.