Gabe Newell: „Steam wächst Jahr für Jahr um 50 Prozent“

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Auf der GDC 2015 hat Gabe Newell ein paar Einblicke in Valve und Steam gegeben und sich dabei sogar filmen lassen. So wurden ein paar interessante Aussagen dokumentiert, die wir hier mal herausgepickt und kommentiert haben.

MaximumPC hatte während der GDC 2015 die Gelegenheit für ein Gespräch mit Gabe Newell und hat dabei die Kamera draufgehalten. Fragen aus dem Publikum waren während des Gesprächs zwar nicht erwünscht, es handelte sich also um einen Monolog, dafür hat Gabe Newell einen schönen Schwung über viele wichtige Valve- respektive Steam-Themen vollzogen und einige durchaus spannende wie teilweise auch hinreichend bekannte Fakten mitgeteilt.

Gabe Newell, der Herr auf der rechten Seite im Video, arbeitet für Valve. Ich kenne ja so einige Zeitgenossen aus dem Presse-Umfeld, die schon beleidigt sind, wenn man sie nicht sofort erkennt und hofiert.

Steam wächst jedes Jahr um 50 Prozent. Mittlerweile ist Steam laut Valve bei 125 Millionen aktiver User angekommen. Allerdings erklärt Valve nicht, wie die Zahl gemessen wird respektive wie viele Smurf- und Scam-Accounts dazugehören.

Der Twitch-Kauf durch Amazon zeigt, wie sehr PC-Spieler sich gegenseitig unterhalten (wollen). Amazon hatte im August 2014 fast eine halbe Milliarde US-Dollar für die Streaming-Plattform hingelegt, die nach eigenen Angaben damals 55 Millionen Zuschauer pro Monat aufweisen konnte.

Gabe hat genauso viel Spaß daran, Dendi beim Spielen von Dota 2 zu beobachten, wie er Spaß daran hat, selbst Dota 2 zu spielen. Damit dürfte Gabe Newell wohl nicht alleine dastehen.

Die League of Legends Championship hatte mehr Zuschauer als die World Series. Die World Series sind die Finalspiele der US-Profi-Baseballliga. Schon ein wenig arrogant, das als World Series zu bezeichnen. Wird Zeit, dass man die Champions League in Weltpokal umbenennt.

Seit der Steam Workshop eingeführt wurde, hat Valve 57 Millionen US-Dollar an Content Creator ausgezahlt. Kürzlich hat Valve sogar den Steam Workshop erweitert. Er ist somit nicht mehr nur auf Valve-eigene Spiele beschränkt. Leider gab Valve nicht bekannt, wie viel Geld durch User-generated Content in die eigenen Kassen geflossen ist.

Source 2 wird kostenlos sein und obendrein keine Lizenzgebühren kosten. Mit Blick auf die große Konkurrenz ist das ein notwendiger Schritt. Allerdings müssen das Spiel oder der damit erstellte Inhalt bei Steam veröffentlicht werden. Sollte ein Nachfolger von Titanfall, dem auf der Source aufgebauten Origin-exklusiven Titel, etwa auf die Source 2 aufsetzen, müsste Titanfall 2 also auch bei Steam angeboten werden.

Der Fokus bei der Entwicklung von Source 2 lag daran, Entwickler und auch Content Creator produktiver zu machen. Klar, bei einer Ausschüttung von 57 Millionen an die Content Creator dürfte sich der User-generated Content im Idealfall als lukrativere Einnahmequelle als die Lizenzierung der Engine für Spieleentwickler herausstellen.

Steam Machines erscheinen im November 2015. Nehmen wir die Aussage mal so hin.

Steam Link kann von Windows, Linux und Mac OS X streamen. Noch lässt sich übrigens nicht von jedem Betriebssystem aus streamen. Das bedeutet, dass Valve für Linux und Mac OS X bald auch als Streaming-Quelle herhalten können.

Steam Link löst mit 1080p auf, liefert 60 Hz und streamt mit geringer Latenz. Das Kistchen muss nicht mehr können, als den Datenstrom zu dekodieren und dann darzustellen. Daher sind die 1080p bei 60 Hz nicht weltbewegend. Viel wichtiger ist nämlich, dass Euer Quell-Rechner leistungsfähig genug ist, das Spiel auch in 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde zu rendern, zu komprimieren und dann über das Netzwerk zu schicken.

Der Typ links im Bild ist eine Art Ninja. Allerdings kann es sich nur um einen Azubi handeln. Schließlich hat er sich durch Gabe Newell aus der Konzentration bringen lassen, als dieser den Steam Link rumreichte.

Trennt man den Steam Link vom Strom, kann man ihn an anderer Stelle wieder anschließen und das pausierte Spiel fortführen. Ich grüble derzeit, in welchen Situationen ich die Funktion benötigen würde. Who cares … haben ist besser als brauchen.

System Shock 2 ist cool, weil das Spiel von der Community am Leben gehalten wird. Jepp, der PC-Markt ist in Valves Augen auch deshalb so beliebt, weil die Spieler mit User-generated Content liebgewonnene Spiele weiter befüttern, selbst wenn es den ursprünglichen Publisher – in diesem Fall Looking Glass – schon gar nicht mehr gibt.