Zum Mobile World Congress gab HTC bekannt, in Sachen Virtual Reality mit Valve zusammenzuarbeiten. In einem Interview erklärte Marketing-Chef Gattis, dass man mit dem Produkt die breite Masse ansprechen wolle und der Preis höher ausfalle.

Die zwischen Valve und HTC vereinbarte Zusammenarbeit ist für beide Seiten ein gelungener Coup. Valve bekommt mit HTC einen potenten Hardware-Partner an die Seite, der ein ausgereiftes und vollwertiges Produkt in Form der HTC Re Vive auf den Markt bringen kann. Und HTC bekommt dafür Zugang zu einer 125 Millionen Spieler und mehrere Hundert Entwickler umfassenden Community in Form von Steam. Im Business-Jargon wird das gerne als Win-Win-Situation bezeichnet.

In einem Interview mit MCV sprach Marketing-Chef Jeff Gattis über diese Zusammenarbeit und verriet dabei einige Details, was Virtual Reality für HTC bedeutet und wie man die Re Vive positionieren möchte. Gattis ist sich sicher, dass Virtual Reality den Mainstream erreichen wird. Deshalb richte HTC die Brille zwar zunächst auf Spieler aus, weil sich hier ein Nachholbedarf gebildet habe. Man möchte die Zielgruppe aber deutlich weiter fassen und Bereiche wie Unterhaltung, Bildung und Training abdecken. Entsprechend wurden bereits Partnerschaften mit HBO, Lionsgate und Google geschlossen.

Auch zur Preisgestaltung hat sich Gattis in diesem Zuge geäußert. Zwar blieb er konkrete Zahlen schuldig. Weil HTC aber Premium-Erfahrung mit der Re Vive liefern möchte, signalisiert er, dass sich die Vive eher in den oberen Preisklassen bewegen wird. Der Preis kann sich allerdings abhängig von der Marktnachfrage, der Annahme der Technologie durch die breite Masse und natürlich die Konkurrenz in beide Richtungen ändern.

Der Preis der Oculus VR soll zwischen 200 und 400 Euro kosten. Die die Re Vive wird also unter Umständen darüber und somit im mittleren bis hohen dreistelligen Bereich einordnen. Bereits Ende 2015 soll die Re Vive erhältlich sein. Für die Oculus VR ist hingegen noch kein Datum bekannt. Solange die Mitbewerber ihre Produkte also erst sehr viel später auf den Markt bringen, wird sich am hohen Preis der Vive nur wenig ändern.