In Between ist ein atmosphärischer Puzzle-Plattformer, der den Deutschen Computerspielpreis 2015 gewonnen hat und sich mit dem realen sowie ernsten Thema einer unheilbaren Krebsdiagnose auseinandersetzt.

Zusammen mit der Hauptfigur durchlebt Ihr die Gedanken- und Gefühlswelt, die sich mit seinem Schicksal und der eigenen Sterblichkeit konfrontiert sieht. Bei der Reise durch seinen Kopf zählen keine Naturgesetze. Nur mit geschickter Manipulation der Schwerkraft und der Umgebung könnt Ihr die Rätsel auf dem Weg zum Unausweichliche meistern und so die Lebensgeschichte Stück für Stück aufdecken.

In Between – Der Anfang vom Ende

Ihr startet mit Eurem Protagonisten in einer Klinik und erhaltet mit ihm gemeinsam die vernichtende Diagnose: Krebs. Unheilbar. Niedergeschlagen verlasst Ihr das Krankenhaus und kehrt nach Hause zurück. Ihr denkt über die Vergangenheit sowie Euer Leben nach und beginnt, die fünf Stadien Verleugnen, Zorn, Verhandeln, Depression und schließlich Akzeptanz zu durchlaufen. Alles, was Ihr erlebt, spielt sich im Kopf Eures Protagonisten ab. Da dort die Naturgesetze keine Macht haben, könnt Ihr durch das Verändern der Schwerkraft und der Umgebung Euren Weg vom Startpunkt zum Ziel ebnen.

Der innere Schmerz des Protagonisten wird dabei in Form von Stacheln dargestellt, an denen Ihr sterbt, sobald Ihr sie berührt. Jede neue Phase bei In Between reflektiert dabei die Emotionen der Hauptfigur und eröffnet neue Spielmechaniken. Bei Verleugnen versucht die Dunkelheit Euch zu verschlingen. Nur indem Ihr der Dunkelheit ins Antlitz schaut, könnt Ihr sie zurücktreiben.

Doch was tun, wenn die Schwärze von allen Seiten kommt und Ihr noch einen weiten Weg voller Gefahren bis zum Ziel vor Euch habt? Bei Zorn wird Eure Wut in Form von Energiebällen dargestellt. Sie lodern auf, pulsieren, schwellen an und ab, verfolgen Euch. Berührt Ihr die Bälle, so ist es „Als würde man in die Sonne springen und an Ihrer Hitze zerschellen.“

Auf den immer kniffliger werdenden Wegen stoßt Ihr auf Erinnerungsstücke, die das Leben und die Hintergrundgeschichte Eures Protagonisten erzählen. Auch die Übergänge zwischen den einzelnen Phasen sind interaktiv gestaltet und geben mehr Einblick in das Leben der Hauptfigur.

In Between – Die Steuerung

Die einfache und instinktive Steuerung wird dabei dezent durch Bilder im Hintergrund erklärt. So ist zum Beispiel beim Erhalten der Diagnose im Hintergrund als Röntgenbild der Gamecontroller zu sehen, der zeigt, wie Ihr Euch mit dem Analogstick bewegen könnt. In den folgenden Einführungslevel werdet Ihr mit der Umgebung, der Steuerung und der Geschichte weiter vertraut gemacht. Solltet Ihr in einem Level nicht weiter kommen, so könnt Ihr innerhalb der Phase ein anderes auswählen. Habt Ihr eine bestimmte Anzahl an Level in der Phase geschafft, könnt Ihr entweder weitermachen oder zur nächsten Phase springen. So habt Ihr auch die Möglichkeit bereits gespielte Level zu wiederholen, um noch nicht entdeckte Erinnerungen zu finden. Die Option ist auch äußerst hilfreich, wenn man in einem Level festhängt. Die Levelauswahl ist jederzeit über das Hauptmenü möglich.

In Between – Das Fazit

In Between hat mich sowohl vom Thema wie auch von der Umsetzung positiv überrascht. Das Spiel ist liebevoll, detailreich und atmosphärisch gestaltet. Die Geschichte des Protagonisten ist berührend und fesselnd zugleich. Die Umsetzung des Themas und die Darstellung der einzelnen Emotionen sind äußerst gut gelungen. Auch wenn die Level zunehmend schwerer werden und ich an der einen oder anderen Stelle bereits dutzende Male gescheitert bin, muss ich doch immer wieder zum Controller greifen und weitermachen. Aufgeben ist nicht. Die Herausforderungen der nächsten Level und Phasen sind zu reizvoll und außerdem will ich mehr erfahren. Über die Hintergrundgeschichte und die Entwicklung bis zum Ende. Ob es doch noch ein Happy End gibt, wird natürlich nicht verraten.