In Russland gekaufte Steam-Spiele sind nicht mehr handelbar

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Wegen eines Region-Locks können in Russland gekaufte Spiele nicht mehr nach Europa gehandelt werden

Valve hat alle Spiele, die in Russland gekauft werden, mit einer regionalen Beschränkung versehen. Die Spiele lassen sich damit nicht mehr nach Europa handeln oder verschenken.

Je nachdem, aus welchem Land man den Steam Store aufruft, zeigt Steam die Preise nicht nur in unterschiedlichen Währungen an. Auch die Preise selbst variieren. Sie orientieren sich dabei an der Kaufkraft der Bürger der jeweiligen Länder und an den Kursen. Kostet ein Spiel in den USA etwa 7,99 US-Dollar, werden in Deutschland meist 9,98 US-Dollar verlangt, in Russland hingegen nur 2,83 US-Dollar. Es handelt sich dabei aber stets um das gleiche Spiel.

Eine solche Preisanpassung ist notwendig, weil es weltweit gewaltige Einkommensunterschiede gibt. Kann man in ärmeren Ländern etwa mit 150 Euro im Monat gut leben, reicht das in Deutschland selbst bei maximalem Verzicht nichtmal für eine Woche. Allerdings lässt sich das System auch ausnutzen, um in Ländern wie Deutschland zum Spottpreis an ein Spiel zu kommen, in dem man es über Umwege in Niedrigpreisländern kauft.

Der fallende Rubel-Kurs treibt derzeit nicht nur die Russen in Scharen in die Elektronikmärkte und Autohäuser, um ihre Ersparnisse so lange noch in Waren einzutauschen, wie das Geld etwas wert ist. Der fallende Kurzs lässt Valve jetzt auch eine entscheidende Änderung im Store vornehmen. Spiele, die in Regionen mit sehr niedrigen Preisen gekauft wurden, sind ab sofort an diese Region gebunden und können weder mit anderen Regionen gehandelt noch über die Region hinaus verschenkt werden.

Diese regionale Beschränkung in Steam ist nicht neu. Es gibt sie schon seit Mitte 2014 und wurde auf alle seitdem eingestellten Pakete angewendet. Valve hat jetzt aber die Regelung auf alle Angebote ausgeweitet und will damit verhindern, dass der russische Kurssturz von Key-Händlern ausgenutzt wird. Valve denkt sogar darüber nach, die Spielepreise in Russland aufgrund des Rubel-Kurses nach unten anzupassen.

Als weitere Niedrigpreisländer gelten neben Russland auch Brasilien, die Türkei und Südostasien.