In einer Pressemitteilung hat Valve jetzt ganz offiziell die Existenz der Source 2 bestätigt. Sie wird kostenlos sein, Vulkan integrieren und sich an Spieleentwickler und Content Creator richten.

Das hat gedauert. Nach monatelanger Geheimniskrämerei hat Valve jetzt wie erwartet Source 2 offiziell angekündigt. Dabei ist deren Existenz seit der Veröffentlichung der Dota 2 Workshop Tools kein Geheimnis mehr. Ein paar interessante und vor allem neue Fakten gibt es dennoch zu vermelden.

Source 2 wird kostenlos

Valves Grafik-Engine Source 2 wird kostenlos sein. Das Unternehmen aus Bellevue will damit der Dominanz des PCs als primäre Entwicklungsplattform zusätzliche Stärke verleihen. „We will be making Source 2 available for free to content developers. This combined with recent announcements by Epic and Unity will help continue the PCs dominance as the premiere content authoring platform“, erklärt Jay Stelly, Senior Software Development Engineer bei Valve. Nicht geklärt ist, ob Valve Lizenzgebühren auf die verkauften Produkte erheben wird, wie es etwa bei der Unreal Engine 4 der Fall ist.

Source 2 auch für Content Creator entwickelt

Bei der Entwicklung von Source 2 hat Valve die Erfahrungen mit dem Steam Workshop berücksichtigt und nicht nur Spieleentwickler sondern auch Content Creator als Zielgruppe definiert. Source 2 soll deshalb auch ganz normale Gamer in die Lage versetzen, Inhalte für ihre Lieblingsspiele zu erstellen. Das ist nachvollziehbar, tragen die per Steam Workshop verkauften Gegenstände doch erheblich zum Umsatz von Valve bei. Bereits 57 Millionen US-Dollar hat Valve an Content Creator ausgeschüttet.

Selbstredend wird Valve auch eine Vulkan-kompatible Version der Source 2 veröffentlichen. Vulkan ist der neubenannte Nachfolger von OpenGL, ein für verschiedenste Plattformen erhältliches Grafik-API. Valve hat sich sehr stark in die Entwicklung des API eingebracht, weil es die wichtigste Grundlage für das Spielen unter Linux darstellt und damit als Erfolgsfaktor für SteamOS gilt. Vulkan ist dabei unabhängig von Hardware-Herstellern.

Es bleibt abzuwarten, für welche Engine sich die Spieleentwickler künftig entscheiden. Immerhin buhlen mit Cryengine, Unity, Unreal Engine 4 und Source 2 jetzt zahlreiche, sehr günstige Grundlagen um die Gunst der Spieleentwickler und Inhalteschöpfer. Spiele, die bereits auf der Source-Engine aufsetzen, werden wohl auch künftig bei Source bleiben. Aber nicht in allen Fällen ist auch eine Portierung auf die neue Engine zu erwarten. Garry Newman, Entwickler von Garry’s Mod, hält sich mit Zusagen diesbezüglich noch zurück.