Mit dem neuen Beta-Update des Steam Clients hat Valve einen komplett neuen Store für den Big Picture Modus integriert, eine Willkommensseite hinterlegt und außerdem das In-Home-Streaming auf WLAN-Tauglichkeit getrimmt.

Je näher der Release von SteamOS rückt, desto umfangreichere und signifikantere Änderungen setzt Valve in Steam um. Jüngst erhielt deshalb der im Big Picture Modus dargestellte Steam Store im Beta-Client eine komplette Renovierung spendiert, die eine durchgängig konsistentere und einfachere Bedienerführung gewährleistet. Der neue Store baut auf der Panorama UI auf, die auch von der Source 2 genutzt wird. Die Änderungen am Big-Picture-Store sind allerdings nicht nur kosmetischer Natur.

Auf Wiedersehen, JSON!

Bisher nutzte der Big Picture Modus eine undokumentierte JSON-Schnittstelle, die alle wichtigen Informationen zu den im Steam Store erhältlichen Produkte im JSON-Format auslieferte. Der Big Picture Modus rief die Daten ab, verarbeitete die JSON-Daten, fügte sie in ein vorgeschriebenes Layout ein und stellte das Ergebnis dann dar.

Von der JSON-Schnittstelle nimmt Valve nun aber Abschied. Stattdessen werden die Store-Seiten künftig vorlayoutet vom Server abgerufen. Der Big Picture Modus verarbeitet deshalb keine JSON-Daten mehr, sondern rendert lediglich noch die vom Server übermittelten Store-Seiten. Das entspricht im Grunde dem gleichen Prinzip, nach dem auch der Steam Store im Desktop-Modus funktioniert. Ein Beispiel für die vorlayouteten Seiten findet Ihr hier, ein Beispiel für den Datenabruf per JSON-Schnittstelle hingegen hier.

Eben jene JSON-Schnittstelle wird bislang aber auch von verschiedenen Webseiten genutzt, um Preisinformationen zu den Steam-Spielen zu sammeln, etwa SteamDB. Im Laufe der Zeit hatte Valve den Zugriff auf diese Schnittstelle bereits erheblich eingeschränkt. So ließen sich nicht mehr mehrere App-Daten in einem Rutsch abrufen und obendrein die Datenabrufe auf 200 Apps pro 5 Minuten limitiert. In absehbarer Zeit steht wohl eine Abschaltung der JSON-Schnittstelle an.

Willkommensseite

Neu ist zudem eine Willkommensseite, die der Beta-Clienst künftig beim ersten Aufruf des Big Picture Modus‘ zeigt. Die Willkommensseite informiert etwa über den Bic Picture Modus an sich, über den Steam Store und dass es dort auch kostenlose Spiele gibt, über die Möglichkeiten der Freundesliste und der Overlay-Funktion und natürlich über den Steam Controller. Auch wenn es den Eindruck macht, als könnte man zusätzliche Informationen abrufen, dank des Hinweises „Auswählen“ am unteren Bildrand, gibt es derzeit nicht mehr als die kurzen Texte.

In-Home-Streaming endlich auch per WLAN

Wer Steam In-Home-Streaming nutzen wollte, war bislang gut beraten, den Host- und den Client-Rechner per Netzwerkkabel miteinander zu verbinden. Andernfalls fielen die Latenzen zu groß aus, um auch nur halbwegs vernünftig spielen zu können. Seit dem 9. Oktober 2015 findet sich in der Beta-Version des Steam Clients aber ein neuer Netzwerk-Code. An dem bisherigen hat Valve nach eigenen Angaben „dramatische Änderungen“ vorgenommen, die in der Praxis nun zu einer deutlicher besseren Performance des Streams über WLAN führen soll.