Der Steam Chat filtert E-Mail-Adressen heraus

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Per Chat verschickte E-Mail-Adressen werden derzeit vom Steam-Client kommentarlos zerhackstückelt. Die Steamuser werden darüber aber nicht informiert, was zu Irrationen führt.

Wohl als Sicherheitsmaßnahme hat Valve den Chat-Filter von Steam angepasst, um damit gegen Scam-Versuche vorzugehen. Wer derzeit per Steam Chat eine E-Mail-Adresse weitergeben möchte, der wird daran subversiv gehindert. Zwar lässt sich die E-Mail-Adresse eintippen und auch verschicken, in ihrer ursprünglichen Form kommt die Nachricht beim Empfänger aber nicht an. Tippt man etwa steamgamer@gmail.com ein und verschickt die Nachricht, dann behauptet der eigene Steam-Client zwar, dass genau dieser Nachrichteninhalt verschickt wurde. Der Empfänger bekommt stattdessen aber lediglich „http://gmail.com“ angezeigt.

Der Filter ist dabei nicht nur auf Google-Mail-Adressen beschränkt. Auch E-Mail-Adressen von Hotmail, Outlook und anderen namhaften Freemail-Webhostern werden ausgefiltert und rein auf die Domain reduziert. E-Mail-Adressen von kleineren Webhostern oder privat administrierten Mailservern werden hingegen nicht gefiltert und ganz normal angezeigt. Steam filtert somit also die bei Scammern beliebteren Freemail-Adressen heraus.

Wer aber dennoch seine E-Mail-Adresse vertrauenswürdigen Steamusern mitteilen möchte, der kann den automatischen Filter durch klassische Tricks umgehen. Anstatt das @ zu tippen, ersetzt man es einfach durch (at). Der Filter des Steam-Chats springt daraufhin nicht mehr an. Oder man wählt von vornherein einen anderen Weg, die E-Mail-Adresse mitzuteilen, etwa per Direktnachricht bei Facebook, Whatsapp oder aber E-Mail.