Um die Ökonomie von Steam und die virtuellen Werte der Steam User zu schützen, hat Valve sich entschlossen, künftig keine durch Handelsbetrug verlorenen Gegenstände mehr zu erstatten. Denn jeglicher Handelbetrug lässt sich laut Valve vermeiden.

Handelsbetrug ist ein wirklich leidiges Thema in Steam. Scammer lassen sich immer wieder neue Methoden und Tricks einfallen, um Steam User hereinzulegen und sie um den teilweise sehr wertvollen Inhalt ihres Inventars zu bringen. Nicht selten sind die Steam User aber selbst Schuld, dass sie hereingelegt wurden. Manchmal schaltet ein vermeintliches Traumgeschäft jedes logische Denken ab und die Steam User sehen nur noch den möglichen Gewinn, nicht den möglichen Trick. Immer wieder wenden sich die User dann an Valve und bitten um Wiederherstellung der Gegenstände.

Dabei hat Valve mittlerweile zahlreiche Maßnahmen unternommen, um Handelsbetrug vorzubeugen. Bei einem Handel, der nur in eine Richtung verläuft, warnt Steam etwa explizit davor, dass nur einer der Handelspartner von dem Handelsangebot profitiert. Zudem versendet Valve Steam-Handelsbestätigungen. Das sind E-Mails, mit detaillierten Informationen über die beiden Handelspartner sowie deren Gemeinsamkeiten. Erst wenn explizit auf den Button „Handelsangebot senden“ in der E-Mail geklickt wurde, wird der Handel auch wirklich durchgeführt. Es gibt so viele doppelte Böden, dass es schon richting umständlich ist, überhaupt ein Handelsangebot zu erstellen.

Valve wird künftig keine durch Handelsbetrug verlorenen Gegenstände mehr ersetzen
Valve wird künftig keine durch Handelsbetrug verlorenen Gegenstände mehr ersetzen.

Das sieht auch Valve so und hat nun einige Abschnitte der Scam FAQ angepasst. So lautet eine der Aussagen: „All trade scams can be avoided.“ Wer künftig Opfer eines Handelsbetrugs wird, kann nicht mehr damit rechnen, dass der verlorene Gegenstand erstattet wird. Valve begründet diesen Schritt auch mit der virtuelllen Ökonomie von Steam. So wurde bei einem Rollback der erbeutete Gegenstand meist nicht zurücktransferiert, sondern neu erschaffen. Damit erscheinen also aus dem Nichts von mitunter besonders wertvollen Gegenstände neue Exemplare. Das führte dazu, dass der Wert mancher Gegenstände abgesunken ist. Schließlich gilt auch hier das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Sprich: Weil sich einige hereinlegen ließen, mussten alle anderen Steam User einen Werverlust in kauf nehmen.

Wer vermeiden möchte, selbst Opfer eines Handelsbetrugs zu werden, sollte stets auf den gesunden Menschverstand setzen. Ist ein Angebot zu schön, um wahr zu sein, dann ist es schlussendlich wohl ein Betrug. Viele sehr gute Tipps und Hinweise, wie man Handelsbetrug erkennt, liefert die Scam FAQ.