Über den neuen Steam Item Store können Entwickler In-Game-Gegenstände für ihre Spiele verkaufen. Sogar eine Anbindung an den kuratierten Steam Workshop ist möglich. Das erste Spiel überhaupt, das einen Steam Item Store anbietet, ist Rust.

Ein von den Spieleentwicklern selbst gepflegter Shop innerhalb Steams, zum Kaufen von In-Game-Gegenständen, zu von den Entwicklern festgelegten Preisen – das ist der Steam Item Store. Valve hat das Feature am Mittwochabend ausgerollt. Als erstes Spiel überhaupt bietet das von Garry Newman entwickelte Rust einen solchen Steam Item Store an.

Der Item Store von Rust ist direkt über die Shop-Seite des Spiels erreichbar. Momentan werden dort Gegenstände wie Jacken, Hüte, Masken, Waffen, Stiefel oder Schlafsäcke angeboten. Die Preise rangieren zwischen 2,19 Euro und 4,45 Euro. Für sich betrachtet sind die Preise recht hoch, im Umfeld von Mikrotransaktionen für Spiele aber durchaus bekanntes Niveau.

Der Steam Item Store ist losgelöst vom Steam Community Markt, dürfte auf letzteren aber recht große Auswirkungen haben. Im Item Store gekaufte Gegenstände können handelbar und marktfähig sein, dürften dann also mit Steam-Usern getauscht und auf dem Steam Community Markt angeboten werden. Allerdings sind die Preise im Item Store fix. Die dort aufgerufenen Preise werden also in den kommenden Wochen zum Richtwert auf dem Community Markt werden und zu einer Stabilisierung der Preise führen. Nur wenige Steam-User werden einen Gegenstand auf dem Markt teurer kaufen, als es ihn im Item Store gibt.

User-generated Content im Steam Item Store

Spieleentwicklern ebnet der Steam Item Store sehr interessante neue Möglichkeiten. Vor einigen Monaten gab Valve bereits das Steam Inventory frei, auf dessen Basis Spieleentwickler In-game-Gegenstände in das Inventar des Steam-Users überführen können. Mit der Erweiterung um den Steam Item Store können die Entwickler jetzt eigene Ökosysteme rund um ihre Spiele erschaffen und aus diesem Ökosystem weiteres Kapital schlagen. Wie üblich wird Valve wohl den 30-Prozent-Steam-Cut verlangen. Der Rest der Einnahmen wandert aber direkt in die Developer-Kassen.

„This new Item Store is designed to make it easy for developers to establish an in-game economy or to just sell individual cosmetic items, keys, or consumables“, heißt es in der offiziellen Ankündigung von Valve, die allerdings nur für Steam Entwickler einsehbar ist. Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass sich der Steam Item Store mit einem kuratierten Steam Workshop kombinieren lässt. Entwickler können dann benutzergenerierte Inhalte einreichen lassen, die über dem Item Store verkauft werden, während Valve sich um die Abrechnung und die Ausschüttung der Verkaufsanteile an die Content Creator kümmert.