Steelseries, der Hersteller von Gaming-Zubehör, und das CS:GO-Profiteam Winterfax haben eine neuartige Partnerschaft vereinbart, die Winterfox künftig ein Vollzeittraining ermöglicht.

Momentan kommt der gesamte E-Sports-Markt so richtig in Bewegung. Die Analysten gehen von einem starken Wachstum in den nächsten beiden Jahren aus. Wer sich seinen Anteil sichern will, muss jetzt handeln und einen Claim abstecken. Das könnte sich etwa auch Steelseries gedacht haben. Der Hersteller von Gaming-Zubehör löst sich vom reinen Sponsoring und holt sich stattdessen ein komplettes Counter-Strike-Team ins Haus, nämlich Team Winterfox.

Die enge Partnerschaft zwischen Steelseries und Winterfox sieht vor, dass das CS:GO-Team künftig Vollzeit trainieren kann und die Teammitglieder damit zu Berufsspieler aufsteigern. Zudem werden sie Seite an Seite mit dem Steelseries-Team in den Räumlichkeiten in Chicago arbeiten. Der Trainingsraum ist hochwertig ausgestattet und dürfte so manchen Gamer ein wenig neidisch werden lassen. Sogar Namensschilder sind an den Plätzen zu finden.

Travis Hezel, Global Director of Sponsorships bei SteelSeries: „Das Winterfox-Projekt hat sich zum Ziel gesteckt, den E-Sport noch mehr zu fördern als bisher. Außerdem ist so die kooperative Produktentwicklung mit den E-Sportlern noch persönlicher und intensiver.“

Das Winterfox-Team für die Saison 2015 und 2016 besteht aus Alex „LeX“ Deily, Todd „anger“ Williams, David „Xp3“ Garrido, Kyle „flowsicK“ Mendez und Derek „desi“ Branchen. Lex, der Captain von Winterfox, zeigt sich in der Pressemitteilung selbstverständlich überzeugt von der Partnerschaft: „SteelSeries hat unserem Team alles gegeben, was wir uns nur wünschen können, ein großartiges und stabiles Sponsoring und eine erstklassige Trainingsanlage.“ Es hätte zwar auch Hindernisse bei der Umsetzung der Partnerschaft gegeben, die seien aber überwunden, so Lex.

Vorbild für den gesamten E-Sports-Markt

Für den E-Sports-Sektor kann diese neuartige Partnerschaft durchaus ein vielversprechendes Geschäftsmodell werden. Denn was etwa in der Fußball-Bundesliga nicht erlaubt, wäre im E-Sports legitim. Starke Marken, die sich ein E-Sports-Team einkaufen oder gleich von Grund auf neu aufbauen. Natürlich mit dem Ziel, erfolgreicher Teilnahmen an internationalen Wettbewerben. Ein österreichischer Brausehersteller ist mit diesem Konzept sowohl in der Formel 1 als auch in der österreichischen wie deutschen Bundesliga sehr erfolgreich unterwegs. Auch andere Marken fahren bereits eine ähnliche partnerschaftliche Strategie wioe Steelseries. Die Spieler sind aber weit davon entfernt, ihren Lebensunterhalt rein durch Spielen bestreiten zu können.