Valve hat die Early-Access-Regeln für die Entwickler angepasst

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Valve hat die Regeln und Richtlinien des Early-Access-Programms für Entwickler angepasst. Das Ziel ist es, für mehr Transparenz und vor allem Fairness zu sorgen.

Schraubt Eure Erwartungen zurück

Alles hat zwei Seiten. So auch Early Access. Auf der einen Seite wird es Entwicklern dank dieses spezifischen Programms von Valve möglich, noch während der Entwicklungsphase Geld sowie Feedback einzusammeln. Im Idealfall wird das Endprodukt dadurch erheblich besser und der Entwickler sichert sich das Überleben. Auf der anderen Seite besteht die große Chance, dass der Entwickler das Produkt nie fertigstellt und die Käufer somit auch niemals das Produkt in Händen halten werden, auf das sie eventuell mal gehofft haben oder das ihnen versprochen wurde.

Seit Valve das Early-Access-Programm gestartet hat, gab es entsprechend positive aber auch einige herbe negative Beispiele. Valve rät den Steam-Usern deshalb seit einigen Monaten, keine Fertigstellung von Early-Access-Titeln zu erwarten.

Neue Early-Access-Regeln und -Richtlinien

Heute hat Valve nicht die FAQ sondern die Regeln und Richtlinien von Early Access für die Entwickler angepasst. Vor allem will Valve damit die Rechte der Steam-User schützen, sowie die Entwickler zu mehr Transparenz und offener Kommunikation bewegen.

Versprecht nichts!

Zu den verpflichtenden Regeln gehört etwa, dass Entwickler künftig das Steam-Early-Access-Branding sowie Informationen zum aktuellen Status des Spiels auf allen Drittanbieterseiten angeben müssen, auf denen Steam-Keys für das Early-Access-Spiel verkauft werden. Entwickler dürfen zudem keine spezifischen Versprechen über die Zukunft des Projektes machen, etwa die Fertigstellung oder die Einbindung neuer Features in irgendwann erscheinenden Releases garantieren. Spiele nach dem Steam-Early-Access-Programm müssen zu jeder Zeit bei Steam erhältlich sein und dürfen nicht erst anderswo angeboten werden. Außerdem dürfen die Entwickler bei Steam für den Titel nicht mehr verlangen, als auf Drittanbieterseiten.

Verschweigt nichts!

Auch die Richtlinien hat Valve angepasst. Die gelten aber nur als Orientierung. Künftig sollen Spiele etwa in einer spielbaren Version vorliegen. Entwickler sollen obendrein auf einen Early-Access-Launch verzichten, wenn sie die Fertigstellung des Spiels bei geringen oder gar keinen Verkäufen nicht gewährleisten könnten. Und bereits fertig entwickelte Titel sollen nicht erst als Early-Access-Spiel angeboten werden. Zudem sollen die Entwickler kein Wissen zurückhalten. Zerstört ein Update etwa die Speicherstände und wissen das die Entwickler, dann sollen sie das auch offen an die Käufer kommunizieren, damit diese nicht nach viel investierter Zeit plötzlich vor dem Nichts stehen.

Insgesamt sind die Regeln und Richtlinien allemal sinnvoll, auch wenn man einige Richtlinien durchaus zu Regeln hätte aufwerten können.