Es hätte die Fortführung einer bislang sehr erfolgreichen Spiele-Serie sein sollen. Doch Aufgrund einer schlechten Portierung und schlechter Community-Arbeit wurde Batman: Arkham Knight nun aus dem Verkauf bei Steam zurückgezogen.

Bereits drei Mal trat der schwarze Ritter in der Arkham-Reihe an, um gegen allerlei Superbösewichte in Gotham City vorzugehen. Auch im vierten Teil, Batman: Arkham Knight, wäre es wieder der Kampf Gut gegen Böse, Batman gegen den Rest gewesen. Gut 300.000 Mal hat sich das Spiel den Schätzungen von Steam Spy nach verkauft. Jedoch haben die Entwickler einen dermaßen schlechten Job abgeliefert, dass Bruce Waynes Alter Ego eine Zwangspause einlegen muss. Seiten der Community hagelt es reihenweise schlechter Kritiken und das Community-Management hat versagt.

Ausgangspunkt des Fiaskos ist die schlechte Portierung von Batman: Arkham Knight auf den PC. Full-HD-Auflösung und eine Begrenzung auf 30 Frames pro Sekunde sind nichts, womit man PC-Spieler auch nur annähernd überzeugen könnte. Aber selbst dann läuft das Spiel dermaßen instabil, dass selbst Besitzer einer Nvidia GTX980 kein ruckelfreies Spielerlebnis vorfinden. Obendrein fehlen der PC-Version Grafik-Features, wie sie auf der Playstation 4 zu sehen sind. So sorgen etwa Regentexturen auf der Konsole für eine noch detailliertere Grafik.

Dann sorgte ein offizieller Forenbeitrag für echten Knatsch seitens der Käufer des Spiels. So wird laut anders lautender offizieller Hardware-Spezifikationen empfohlen, den Detailgrad des Spiels herunterzuschrauben, damit es flüssiger läuft. Nur 32 Prozent der Steam Reviews fallen positiv aus. Bei Metacritic liegt der User Score sogar nur bei 1.4.

Mittlerweile wurde der Verkauf von Batman: Arkham Knight bei Steam gestoppt. Stattdessen erhalten Besucher der Shop-Seite lediglich folgenden Hinweis: „Sales of Batman: Arkham Knight have been temporarily suspended while Warner Brothers works to address performance issues.“ Darüber findet sich der Hinweis, dass das Spiel für SteamOS, Linux und Mac OS C im Herbst 2015 erscheinen soll.

Kurz vor der Bekanntgabe des Verkaufsstopps meldet sich Game Director Sefton Hill bei Twitter zu Wort. Wie seinen Tweets zu entnehmen ist, dass Rocksteady die PC-Portierung von Batman: Arkham Knight PC ausgelagert, an das 2008 gegründete US-amerikanische Studio Iron Galaxy, die ihrerzeit auch die gelungene Portierung von Batman: Arkham Origins verantworteten.

Dass Warner Bros den Titel Batman: Arkham Knight überhaupt aus dem Verkauf zurückgezogen hat, ist ein durchaus überraschender Schritt. Der dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Steam User mittels Steam Rückerstattungen Spiele nun problemlos zurückgeben können und den vollen Kaufpreis erstattet bekommen.