Einem Vergleichstest von Ars Technica nach ist Windows 10 in jeglicher Hinsicht performanter als SteamOS 2.0, sowohl bei Grafikleistung als auch bei reiner Rechenleistung – sogar unabhängig von DirectX 12.

Ars Technica hat die Leistung von SteamOS 2.0 und Windows 10 miteinander verglichen. Das Ergebnis fällt zum Teil erwartet, aber dennoch ernüchternd aus. In sämtlichen Grafikbenchmarks hat Windows 10 gegenüber dem auf Linux basierenden SteamOS um 21 bis 58 Prozent mehr FPS erreicht. Zu erwarten ist dieses Ergebnis, weil die in SteamOS genutzt Grafikbibliothek veraltet ist und mittelfristig durch Vulkan ersetzt werden soll.

Für die Grafiktests nutzte Ars Technica Spiele, die sowohl für SteamOS als auch Windows 10 verfügbar sind, in diesem Fall Mittelerde: Schatten über Mordor, Metro: Last Light Redux und die auf der Source basierenden Spiele Portal, Team Fortress 2, Left 4 Dead 2 und Dota 2. Die Auflösungen wurden teilweise bis 2560 mal 1600 Bildpunkte hochgeschraubt, die Details auf die höchste Einstellung gesetzt. Nur bei einem einzigen Spiel, L4D2, konnte sich SteamOS in Windows-Regionen vorbewegen. In allen anderen Fällen war der Primus weit voraus. Die Performance-Vorteile konnte Windows aber nicht aufgrund von DirectX 12 einspielen, denn als Testsystem kamen ein Intel Pentium G3220, 8 GByte Arbeitsspeicher und eine Geforce GTX660 zum Einsatz.

Auch Geekbench 3.0 bescheinigt Windows 10 Vorteile

Auf reine Grafikbenchmarks hat sich Ars Technica nicht beschränkt, sondern auch den Geekbench 3.0 durchlaufen lassen. Mit einem überraschenden Ergebnis: Auch hier wird SteamOS 2.0 von Windows 10 mitunter deutlich geschlagen. Legt SteamOS einen Overall-Score von 4399 Punkten hin, hebt Windows 10 die Messlatte auf 4691 Punkte an. Vor allem bei Fließkommaberechnungen wird der Unterschied mit 5196 Punkten für SteamOS zu 5801 Punkten für Windows 10 (+11,6 Prozent) deutlich. Etwas mehr Leistung kitzelt Windows 10 auch aus dem Arbeitsspeicher. 2665 Punkte sind’s bei Windows, 2581 bei SteamOS.

Zumindest bei System mit Pentium-Prozessor der Haswell-Generationen und Vorvorserienmodellen der Geforce-Schiene sind Spieler gut beraten, wenn Sie Windows 10 den Vorzug gegenüber SteamOS geben.