Windows 10: Valve und Microsoft arbeiten an einem Virtual-Reality-Standard

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Zur E3 verkündete Microsoft, dass man sich in Partnerschaft mit Valve begeben hätte, um Windows 10 zur ultimativen Plattform für das Virtual-Reality-Erlebnis zu machen. Jetzt wurde die Zusammenarbeit ein wenig konkretisiert.

Vor einer Weile noch hatte Microsoft eher den Charme eines Herrenausstatters. Von Tag zu Tag wandelt sich dieses Image allerdings. So hat man bei Microsoft unter der Führung von Satya Nadella etwa verstanden, wie wichtig die Gamer für den Erfolg von Windows sind. Mit DirectX 12 wird deshalb endlich ein flottes Grafk-Framework auf den Markt gebracht, was für PC-Spieler ein höchstwichtiges Kaufargument liefert: Die maximal verfügbare Leistung aus der Hardware herauskitzeln, damit einer hohen Auflösung und einer hohen Framerate beim Spielen nichts mehr im Wege steht.

Auch die ehemalige Rivalität zwischen Microsoft und Valve, primär begründet durch Gabe Newell, lässt nach. Während der E3 verkündete Microsoft, dass man mit Windows 10 die Plattform für Virtual Reality schlechthin schaffen will. Und erklärte, dass man dafür mit Valve zusammenarbeiten werde. Details zur Partnerschaft gab es nicht.

In einem Interview mit Maximum PC hat Microsoft Development Manager Kudo Tsunoda die Pläne nun ein wenig konkretisiert. Sowohl Microsoft als auch Valve wollen standardisierte APIs schaffen. Das Ziel dahinter sei, dass sich Entwickler vor allem auf die Schaffung von virtuellen Welten konzentrieren sollen und weniger um die Ansteuerung der dafür notwendigen Hardware. Entwickler müssten sich also nicht mit technischen Problemen herumärgern, sondern könnten sich darauf konzentrieren, ihre Erfahrungswerte zu steigern, was sowohl besser für die Entwickler als auch für die Endanwender sei.

Im Übrigen hat sich Microsoft ganz bewusst dagegen entschieden, eine eigene VR-Brille etwa für die Xbox auf den Markt zu bringen. Das würde den Wettbewerb und somit gleichzeitig die Auswahl für die Spieler einschränken. Stattdessen können die Spieler selbst entscheiden, welches VR-System am besten zu ihnen passt und sich darauf stützen, dass Microsoft mit Windows 10 nicht nur die beste VR-Plattform für Entwickler sondern auch für Konsumenten schaffen will.