Bei Steam lassen sich Spiele unter anderem mit Paysafecard, Paypal, Sofortüberweisung und Kreditkarte einkaufen. Die Unterschiede sind teilweise erheblich, wobei die Vorteile dabei fast ausschließlich auf der Seite der Paysafecard liegen.

Das einzige, was die konsumfreudigen Spieler von dem gewaltigen Angebot im Store von Steam trennt, ist die Wahl des Zahlungsmittels. Die Auswahl reicht dabei von Paysafecard über Sofortüberweisung bis hin zu Paypal und verschiedensten Kreditkarten. All diese Zahlungsarten haben ihre ganz individuellen Eigenschaften, Vorzüge und Nachteile hinsichtlich Sicherheit, Komfort und Zugänglichkeit.

Was aber unterscheidet Paysafecard von anderen Zahlungsmethoden wie Paypal, der Kreditkarte oder Sofortüberweisung?

Das Prinzip Paysafecard

Paysafecard - Bargeldlos zahlen im Internet

Die Paysafecard, die vom gleichnamigen österreichischen Unternehmen angeboten wird, ist eine Guthabenkarte für den Online-Zahlungsverkehr. Wer mit der Paysafecard einkaufen möchte, etwa im bei Steam, muss diese Paysafecard zunächst bei einem der vielen Händler erwerben.

Paysafecards gibt es bei den Händlern mit unterschiedlich hohen Guthabenbeträgen zwischen 10 und 100 Euro. Auf der Paysafecard selbst ist ein 16-stelliger PIN aufgedruckt. Bei der Zahlungsabwicklung im Steam-Store müssen die Kunden ausschließlich diese 16-stellige PIN eingeben und können damit bereits die Zahlung anweisen. Es werden weder Zugangsdaten benötigt noch spezielle Verfikationsnummern oder TANs. Der Betrag wird vom Guthaben der Paysafecard abgezogen und der verbleibende Restbetrag kann für einen weiteren Einkauf genutzt werden.

Paysafecards sind damit Bargeld sehr ähnlich. Kunden müssen etwa kein Benutzerkonto einrichten, ihre Identität auch nicht langwierig nachweisen und kaufen somit prinzipiell anonym ein. Ein weiterer Vorteil: Es gibt kein Mindestalter für die Paysafecard. Auch Minderjährige dürfen im Rahmen des Taschengeldparagrafen eine Paysafecard im Handel erwerben und können deren Gegenwert beliebig aufbrauchen. Allerdings muss der Wert der Paysafecards dabei im Rahmen des jeweiligen Taschengeldes liegen, das abhängig von den Eltern wiederum unterschiedlich hoch ausfällt.

Paysafecards sind zudem ein sehr sicheres Zahlungsmittel, weil beim späteren Einkauf bei Steam weder Kreditkarteninformationen noch Zugangsdaten über das Internet übertragen werden müssen. Autorisiert werden die Zahlungen ausschließlich mit der 16-stelligen PIN. Jede Paysafecard hat zudem eine andere PIN und die Paysafecard verfällt, sobald das restliche Guthaben aufgebraucht ist. Dann muss eine neue Paysafecard erworben werden. Die PINs sind also nur eine gewissen Zeit im Einsatz. Der Vorteil: Gerät die PIN einmal in die falschen Hände, dann entspricht der Verlust höchstens dem Restguthaben der zur PIN gehörenden Paysafecard.

Für allgemeine Online-Einkäufe über 100 Euro ist die Paysafecard zwar ungeeignet, weil es sie höchstens mit einem Guthaben von 100 Euro gibt. Spiele kosten in der Regel aber deutlich weniger und sind zu Zeiten eines Steam Summer Sales auch schonmal für niedrige einstellige Beträge erhältlich. Möchte man bei Steam dennoch einmal mehrere Spiele kaufen und überschreitet die Marke von 100 Euro, dann teilt man den Einkauf einfach in mehrere Häppchen von bis zu 100 Euro auf.

Vorteile: Paysafecards sind altersunabhängig, funktionieren ähnlich wie Bargeld, sind sofort nach ihrem Kauf einsetzbar, sehr sicher und reduzieren den finanziellen Verlust bei Betrug auf das Restguthaben der Paysafecard.
Nachteile: Paysafecards müssen gekauft werden und Wareneinkäufe mit der Paysafecard sind auf 100 Euro limitiert.

Paysafecard vs. Paypal

Paypal - Pionier des Online-Payments

Paypal ist eines der bekanntesten und am stärksten verbreiteten Bezahlsysteme im Internet. Es verdankt seinen Ruhm vor allem dem Umstand, dass es als Zahlungsmittel erster Wahl für Ebay eingeführt wurde. Um mit Paypal überhaupt bezahlen zu können, müssen Steam-User allerdings zuerst ein Paypal-Konto einrichten. Die Voraussetzungen für ein Paypal-Konto: Die Kontoeröffner müssen mindestens 18 Jahre alt sein und über ein Bankkonto oder eine Kreditkarte verfügen.

Ist das Paypal-Konto eingerichtet, muss im Anschluss noch die Richtigkeit der Angaben verifiziert werden. Bis zur Freischaltung eines Paypal-Kontos können daher mehrere Tage vergehen. Eine Paysafecard ist dahingegen bereits Sekunden nach dem Kauf einsetzbar, muss allerdings erst eingekauft werden.

Bei Einkäufen wie im Steam-Store tritt Paypal als Vermittler auf. Paypal weist die Zahlung an Valve an und bucht den Betrag dann vom hinterlegten Bankkonto oder der Kreditkarte des Steam-Users ab. Zudem lässt sich ein Paypal-Konto auch durch eine Überweisung aufladen. Der offene Betrag wird dann direkt mit dem Guthaben des Paypal-Kontos verrechnet und nur die Differenz vom Bankkonto oder der Kreditkarte eingezogen. Entsprechend eingerichtet lassen sich mit Paypal Zahlungen von mehreren Tausend Euro durchführen und ist nicht, wie bei Paysafecard, auf höchstens 100 Euro begrenzt.

Insgesamt ist die Bezahlung mit Paypal schnell, bequem und grundsätzlich auch sicher. Die letzte Unsicherheit besteht im verwendeten System aus Benutzernamen und Kennwort. Betrüger, die diese Informationen etwa über eine Phishing-Webseite abfangen, können dann sofort in Online-Shops auf Shopping-Tour gehen. Der potenzielle Schaden liegt dann bei mehreren Hundert oder auch Tausend Euro und ist nicht so wie bei der Paysafecard auf das Restguthaben gedeckelt.

Paysafecard vs. Kreditkarte

Visa - Eine von vielen Kreditkarten

Kreditkarten sind eines der ältesten Zahlungsmittel und entstanden in einer Zeit, in der an Online-Einkäufe noch gar nicht zu denken war. Das ist auch der Grund, warum Kreditkarten für den Online-Einkauf das denkbar schlechteste Zahlungsmittel überhaupt sind und eher in Ausnahmefällen verwendet werden sollten.

Zur Zahlungsanweisung per Kreditkarte müssen zwar mehrere Informationen wie Kreditkartenummer, Gültigkeitsdauer und Verifikationszahl eingegeben werden. Diese Informationen sind aber statisch und können vom Kunden, anders als ein Kennwort, nicht geändert werden. Geraten Betrüger einmal an diese Informationen, können sie bequem und nahezu überall mit der Kreditkarte einkaufen. Aufgrund des meist fehlenden Limits der Kreditkarten sind die Betrüger darüber hinaus nahezu frei in der Zusammenstellung ihres Einkaufs und so einen beträchtlichen Verlust weit jenseits der maximal 100 Euro wie bei Paysafecards verursachen.

Wer mit Kreditkarte bezahlen will, muss anders als bei Paysafecard mindestens 18 Jahre alt sein und über ein Bankkonto verfügen. Die Bewilligung einer Kreditkarte hängt überdies von verschiedenen Faktoren ab. So wird eine Kreditkarte erst nach erfolgter und positiv ausgefallener Bonitätsprüfung ausgehändigt. Zudem fallen für eine Kreditkarte meist Jahresgebühren über 20 Euro oder mehr an. Bonitätsprüfungen entfallen bei der Paysafecard, die zudem erst dann regelmäßige Kosten verursacht, wenn sie länger als 12 Monate nicht eingesetzt wurde.

Paysafecard vs. Sofortüberweisung

Sofortüberweisung - Sofortige Banküberweisung

Ebenso ungeeignet für Online-Einkäufe wie die Kreditkarte ist die Banküberweisung. Jedoch aus einem anderen Grund. Bei Banküberweisungen vergehen zwischen der Zahlungsanweisung und dem Empfang des Geldes mitunter mehrere Tage. Der Käufer muss dabei nicht nur darauf achten, alle Daten richtig anzugeben. Der Zahlungsempfänger muss auch den Geldeingang registrieren, im Warenwirtschaftssystem vermerken und dann die bestellte Ware für den Versand oder den Download freigeben.

Wer online einkauft, möchte aber in der Regel nicht so lange warten. Schon gar nicht bei Steam. Hier springt Sofortüberweisung ein. Der Dienst stammt aus Deutschland. Die Sofort GmbH, die den Service anbietet, tritt dabei als unparteiischer Dritter auf. Bezahlt wird – wie der Name des Dienstes schon vermuten lässt – auch weiterhin per Banküberweisung. Der Kunde nimmt die Online-Überweisung aber nicht selbst vor. Stattdessen teilt er der Sofort GmbH seine Kontonummer sowie PIN und TAN mit. Mit diesen Daten führt dann die Sofort GmbH die Überweisung für den Kunden aus. Dadurch kann sie bestätigen, dass die Überweisung erfolgt ist und dem Händler innerhalb weniger Sekunden die Freigabe für den Warenversand oder die Freigabe des Downloads erteilen.

Anders als bei der Paysafecard wird für Sofortüberweisung zwingend ein Bankkonto benötigt und der Kunde muss mindestens 18 Jahre alt sein. Dafür entfällt bei Sofortüberweisung genauso wie bei Paysafecard die Notwendigkeit eines Benutzerkontos und die damit ansonsten verbundene, oft lange Verifikationsprozedur.

Zwar existiert die Sofortüberweisung in dieser Form als Dienst bereits seit vielen Jahren. Der Service ist aber nicht frei von Kritik. Immerhin gibt der Kunde einem Dritten alle notwendigen Zugangsdaten an die Hand, um das eigene Bankkonto plündern zu lassen. Selbst wenn die Sofort GmbH durchaus als vertrauenswürdig einzustufen ist, kann sie Hackerangriffe dennoch nicht vollkommen ausschließen. Es bleibt also ein nicht unerhebliches Restrisiko bestehen. Durch Kontonummer, PIN und TAN ist es sogar möglich, extrem hohe Beträge vom Konto abzuheben, während das Verlustrisiko bei Paysafecards abhängig von deren Guthaben und Restbetrag ist.

Die Vorteile sprechen für die Paysafecard

Im Vergleich zu anderen Zahlungsarten ist die Paysafecard gleich in mehrerer Hinsicht im Vorteil. Sie muss zwar erst eingekauft werden, ist aber mittlerweile bei vielen Händlern und Tankstellen direkt an der Kasse erhältlich. Sollte die PIN der Paysafecard einmal in falsche Hände geraten, dann ist der Verlust höchstens so hoch wie das Restguthaben der Paysafecard. Zudem können nicht nur Volljährige Steam-User sondern auch minderjährige mit der Paysafecard bei Steam einkaufen und sind weder auf einen langwierigen Registrierungsprozess noch auf ein Bankkonto oder eine Kreditkarte angewiesen.

Sicherheitstipps

Um das ohnehin geringe Risiko der Paysafecard noch weiter zu reduzieren, gibt es vier wichtige Sicherheitstipps, mit denen sich Betrug vermeiden lässt.

1. Paysafecards sind wie Bargeld. Gebt die Paysafecard mit der PIN also nur an vertrauenswürdige Dritte weiter, weil diese sonst das Guthaben beliebig und ohne Möglichkeit der Rückerstattung ausgeben könnten.

2. Paysafecards müssen immer bei offiziellen Händlern gekauft werden, um sicherzugehen, dass die PIN echt und das gesamte gekaufte Guthaben auch verfügbar ist. Die Paysafecard-App und die Webseite nennen die offiziellen Verkaufsstellen.

3. Achtet bei der Bezahlung per Paysafecard darauf, dass die im Browserfenster gezeigte URL zur PIN-Eingabe immer mit „https://customer.cc.at.paysafecard.com“ beginnt. Sollte die URL anders beginnen oder eventuell gar nicht zu sehen sein, dann verzichtet auf den Einkauf.

4. Die PIN der Paysafecard sollte niemals per E-Mail, SMS, Messaging-Dienst oder Telefon mitgeteilt werden. Weder Valve, ein anderer Händler oder Paysafecard werden Euch per E-Mails, SMS oder Telefon nach der PIN fragen.

Dieser Artikel stammt aus der Steamgamer-Redaktion, ist aber im Auftrag von Paysafecard entstanden. Für die Anfertigung und Veröffentlichung dieses „Sponsored Posts“ wurden wir deshalb bezahlt.