Valve hat bei Github ein Software Development Kit für den Steam Link veröffentlicht. Damit lassen sich native Anwendungen für Valves Streaming-Hardware entwickeln. Allerdings fällt die Hardware-Ausstattung des Steam Links recht knapp aus.

Der Steam Link ist das kleine, gut 50 Euro teure Kistchen, das Valve zusammen mit dem Steam Controller im November 2015 veröffentlicht hat. Der bislang einzige Sinn und Zweck des Steam Links war der Einsatz als Client für das Steam In-Home-Streaming. An einen Fernseher oder Monitor angeschlossen, zieht der Steam Link über das Netzwerk Bild und Ton etwa des Spiele-PCs. Gleichzeitig lassen sich Maus, Tastatur oder Controller am Steam Link anschließen, deren Befehle dann wiederum vom Link an den Spiele-PC übermittelt werden.

Mehr als ein abgespecktes Linux läuft auf dem Steam Link nicht. Nach dem Einschalten lässt sich eine Streaming-Quelle wählen – also ein anderer PC mit Steam – und das war es auch schon. Nun hat Valve allerdings das Steam Link SDK veröffentlicht. Das per Github verfügbare SDK erlaubt es, angepasste Systeme für den Steam Link und somit etwa Portierungen zu entwickeln. Diese Anwendungen werden dann direkt auf der Hardware des Steam Link ausgeführt. Mal schauen, wann die ersten Ports in Form von Kodi oder VLC fertig sind.

Viel werden die Anwendungen aber nicht leisten können, was an der übersichtlichen Hardware-Spezifikation der Steam Links liegt. In der schwarzen Flunder werkelt ein ARM v7 Single-Core-Prozessor, der mit 1 GHz getaktet ist und Neon Instruction beherrscht. Zur Seite stehen dem Prozessor schätzungsweise [sic!] 256 MByte Arbeitsspeicher sowie 500 MByte Flash-Speicher. Das Linux basiert auf dem Kernel 3.8 und glibc 2.19. Es unterstützt OpenGL ES 2.0, Qt 5.4 sowie SDL 2.0.