Auf der eigenen E3-Pressekonferenz verkündete Microsoft, dass man mit Valve zusammenarbeitet, um Windows 10 zur besten Plattform für Virtual-Reality-Gaming zu machen.

Weder ist Valve mit einem eigenen Stand auf der E3 vertreten, noch waren Pressekonferenzen angemeldet. Dennoch hat es das Unternehmen es geschafft, kräftig Schlagzeilen zu machen. Denn in Sachen Virtual Reality wird Valve künftig mit Microsoft zusammenarbeiten. So verkündete es Microsoft Development Manager Kudo Tsunoda auf Microsofts eigener, mit zahlreichen Highlights gespickten Pressekonferenz während der E3 in Los Angeles.

Ziel der Partnerschaft sei es, Windows 10 zur besten Plattform für Virtual-Reality-Spiel zu machen. Damit würde Microsoft sich nicht nur eine gute Basis innerhalb der Virtual-Reality-Szene schaffen, sondern mit der Microsoft Hololens auch gleichzeitig noch den Bereich der Augmented Reality abdecken. Allerdings wird es sich schlussendlich wohl eher um eine strategische Partnerschaft zwischen Microsoft und Valve handeln, also eine native und problemlose Unterstützung von SteamVR, der HTC Re Vive, Steam Lighthouse und den Steam VR-Controllern.

Erst letzte Woche hieß es auf einer Pressekonferenz von Oculus, dass man eine Partnerschaft mit Microsoft eingegangen sei und die VR-Brille Oculus Rift deshalb mit einem Xbox-Controller von Microsoft ausgeliefert wird. Im Gegenzug werden sich Xbox-One-Spiele auf die Oculus Rift streamen lassen. Ein Szenario, das sich in dieser Form auch gut für die HTC Re Vive und SteamVR anbieten würde.

Für Valve ist die Zusammenarbeit mit Microsoft zwar ein großer Schritt in die entgegengesetzte, aber in die richtige Richtung. Gabe Newell, der selbst bei Microsoft gearbeitet und an den frühen Versionen von Windows mitentwickelt hat, galt lange Zeit als größter Kritiker Microsofts. Proprietäre Lösungen sind ihm ein Dorn im Auge. Nicht ohne Grund hat er mit SteamOS ein auf Linux basierendes, alternatives Spielebetriebssystem ins Leben gerufen und plant, mit den Steam Machines ein Konkurrenzprodukt zu Windows-PCs für Spieler zu etablieren. Newells Ansicht ist Konkurrenz die wichtigste, die einzige Triebkraft für Innovationen in der Spielebranche.